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Der Komet
Es ist Sommer. Émile und seine ältere Schwester Françoise genießen die letzten warmen Tage im Ferienhaus am Waldrand. Sie beobachten den Nachthimmel und halten Ausschau nach Sternschnuppen. Doch eines Abends wird die friedliche Stimmung jäh gestört, als die beiden Geschwister einen grausamen Streich der Nachbarjungen mitbekommen. In seiner Wut und Ohnmacht will Émile den Jugendlichen einen Denkzettel verpassen. Danach ist für ihn nichts mehr wie zuvor, und er ist ein Stück größer geworden.
Lina Dinkla
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serge@ladistributrice.ca
Letters from the Silenced Country
Nur sporadisch dringen Informationen aus dem isolierten Belarus. Und nahezu unerreichbar scheinen die Menschen in belarussischer Gefangenschaft. Andrei Kutsila, der im Zuge der staatlichen Repressionen selbst nach Polen geflohen ist, macht in seinem visuell and narrativ vielstimmigen Filmzeugnis die Schicksale von drei Inhaftierten publik. Sie stehen stellvertretend für die mehr als 65.000 Personen, die seit der umstrittenen Wiederwahl Alexander Lukaschenkos im Jahr 2020 kriminalisiert und interniert wurden. Da ist Kasia, eine Studentin, die mittels ihrer Kunst nach einem Weg sucht, den Alltag in Gefangenschaft zu bewältigen. Ihre in dunklen Tönen gehaltenen Zeichnungen gewähren Einblicke in eine grausame Situation; gleichzeitig geleiten sie in animierter Form durch „Letters from the Silenced Country“. Da ist außerdem Aktivist Witold Aschurak, dem eine Freundin Fotografien ins Gefängnis schickt. Aufnahmen der Überwachungskameras belegen seine Misshandlung, bevor er in Haft verstarb. Der frühere Kriminalbeamte Andrei Astapowitsch recherchiert derweil in Polen die Verbrechen in seiner einstigen Heimat und sammelt sie für die belarussische Oppositionsorganisation BYPOL. Auch ein anonymer Mann kommt zu Wort, der sein Leben in der Angst bestreitet, jederzeit verhaftet werden zu können. Andrei Kutsilas Film ist eine Kompilation des Schreckens – entstanden inmitten Europas.
Carolin Weidner
Thematisiert Tod
Enthält Darstellungen von körperliche Gewalt
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mirek@studioeverest.pl
Lice n’ Shine
Franka Sachse
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artbyomaria@gmail.com
The Masturbator – The Adventures of Edgar Hilsenrath
Ola Staszel
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antrag@majade.de
Moving Sisters
Nazieh, Shazieh und Hanieh, drei Schwestern aus Afghanistan, leben mit ihrem Vater auf unbestimmte Zeit in einem Flüchtlingscamp in Athen. Ihre Mutter ist bereits in Deutschland angekommen, wo ein neues Gesetz den geplanten Familiennachzug verhindert. Es beginnt ein Aufwachsen im Wartezustand. Über sieben Jahre begleitet der Film die Schwestern und zeigt die unstete Normalität, die sie sich trotz aller Widrigkeiten gemeinsam und getrennt aufbauen: mit Sporttrainings, Sprachunterricht und dem Drehen eigener Filmszenen, die von ihren Fluchterfahrungen geprägt sind. Christos Stefanou, Pädagoge und Filmemacher, lernte die drei Schwestern bei seiner Arbeit im Geflüchteten-Camp kennen, wo er fünf Jahre als Lehrer tätig war. Im Bewusstsein ihrer vulnerablen Situation und Lebensphase verfolgt er in seinem ersten dokumentarischen Langfilm einen kollaborativen Ansatz. Beobachtend und nah fängt er Gesten, Gedanken und Alltagsroutinen der drei Schwestern ein, wodurch sich Entwicklungsschritte und das Verstreichen der Zeit nicht nur körperlich zeigen. Und während Lernerfolge angesichts der sich ständig verändernden Lebenssituation bisweilen ihre Bedeutung verlieren, bleibt die wesentliche Frage bestehen: Wird es der Familie trotz aller Unwägbarkeiten gelingen, wieder zusammenzufinden?
Tina Jany
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christef@gmail.com
Mum’s Hair
Der Verlust der Kopfhaare durch eine Chemotherapie ist für viele Menschen ein schmerzhafter Einschnitt, auch weil die Glatze die neue Verletzlichkeit so ausstellt. Doch Maja Arnekleiv, die Tochter der norwegischen Animationsregisseurin Anita Killi, verwandelt die Schritte der Transformation – die Original-Mama-Haare, die Fast-Glatze, den neuen Haarwuchs, der so anders ist als die Pre-Chemo-Haare – in eine Hommage an Resilienz, Liebe und Familienzusammenhalt, auch in schwierigen Krankheitszeiten. In einem über zwei Jahre entstandenen Pixilation-Dokumentarfilm hält sie in 755 (aus über 3.000 geschossenen) Einzelbildern fest, wie sie und ihre Geschwister die Haare von Anita Killi, die die Betrachter*innen dabei immer fest im Blick hat, frisiert, föhnt, stylt, mit Zöpfen und Haarspray herrichtet. Mal lachend, mal ernst, immer liebevoll. Für ihren zarten, sehr rührenden Film, der die Vierfach-Mama feiert, wie auch immer sie ausschaut, gewann Maja Arnekleiv 2017 die Goldene Taube.
Marie Ketzscher
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claus@trollfilm.no
Nonna Lucia
Marie Ketzscher
Thematisiert Tod
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marcelbarelli@bluewin.ch
Second Course
An einer berufsbildenden Hotelfachschule tauschen Alma, Moussa, Chaïli, Sarah und ihre Mitschüler*innen Alltagskleidung, Smartphones und Kaugummi gegen Uniformen und Serviertabletts. Im Schulrestaurant und Klassenzimmer lernen sie die Regeln und die präzisen Abläufe des französischen Restaurantservice: eine Branche, in der Tradition, Disziplin und Perfektion einen sehr hohen Stellenwert einnehmen. Die Lehrer*innen vermitteln streng, aber fair die Werte eines Berufs, der vor allem Geduld und das Hintanstellen eigener Bedürfnisse verlangt. Zwischen Unterricht und Serviceabläufen entsteht das Porträt einer Generation, die mit den Erwartungen der Arbeitswelt konfrontiert wird: dem Anspruch, einen Beruf zu erlernen und sich anzupassen, während sie zugleich nach Anerkennung und einem eigenen Weg sucht. Der Film beobachtet die Jugendlichen in ihrem Ausbildungsalltag wohlwollend zugewandt und beleuchtet den Kontrast zwischen einem idealisierten Bild von Gastronomie und der schnöden Realität. Für die Jugendlichen ist diese Ausbildung nicht immer eine freie Entscheidung, sondern lediglich einer der wenigen möglichen Wege ins Arbeitsleben. Ein lebendiger, ungeschönter Blick auf das Erwachsenwerden und die Suche nach einem Platz in einer Zukunft, die wenig zu bieten hat und viele Kompromisse verlangt.
Lina Dinkla
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samy@andanafilms.com
Spray and Pray
Marie Ketzscher
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studio@venetaandrova.com
Strahlen
1995. Es ist der sechste Sommer nach dem Mauerfall. Künstler*innen leben, lieben und arbeiten auf einem Hof in Ostdeutschland. Sie filmen sich mit einer Videokamera. Sie haben etwas von der Welt gesehen, gestaunt und gelernt, bekamen Heimweh und kehrten zurück. Dahin, wo Platz war. An den Bäumen hängen Früchte, Spatzen tschilpen, im Garten stehen Skulpturen. Immer wieder fängt die Kamera eine junge Frau ein, ihren offenen Blick, ihre Konzentration. Das heute fragile Material vibriert, kommt ins Stocken, friert ein. Die Erzählung beschwört unbeirrt das Hohelied des Sommers, nach dem für eine von ihnen kein siebter mehr kommt. Ein weißes Licht strahlt in die Gegenwart.
Jan Künemund
Thematisiert Tod
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juliane.ebner@gmx.de
We Are Aliens
Marie Ketzscher
Enthält Darstellungen von psychische Erkrankungen, körperliche Gewalt
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sales@charades.eu
When the Sea Was Calm
Marie Ketzscher
Enthält Darstellungen von Kriegsszenen
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katcharava@gmail.com