Die Entwürfe von Karol Śliwka haben Grafikdesign-Geschichte geschrieben. Doch wer war der Mensch hinter den ikonischen Linien und Formen? Ein agiles, unbedingt nahbares Porträt.
Wenn Karol Śliwka (1932–2018) seine Schublade öffnet, springen ihm Dutzende Werkzeuge entgegen: Scheren, Zirkel, Lineale und Messer. Denn Śliwkas so berühmte wie elegante Grafiken sind reine Handarbeit. Sie prangen auf Konsumgütern und Werbeplakaten, wurden sogar zu ikonischen Symbolen der Vereinten Nationen. Dabei war sein Werdegang nicht unbedingt vorgezeichnet: Als Kind bei einem Unfall empfindlich an den Augen verletzt und dazu bestimmt, den elterlichen Hof zu übernehmen, kann Karol Śliwkas Hinwendung zur Kunst auch als Akt der Rebellion gelten. Dass sie sich bezahlt gemacht hat, beweisen nicht nur die zahlreichen Preise, die er während seiner langen Karriere gewonnen hat. „Signs of Mr. Plum“ gewährt anhand von privaten Videotapes auch Einblick in die freudvolle Ehe mit einer Opernsängerin. Dabei verstehen es Bartosz Mikołajczyk und Urszula Morga, Karol Śliwkas unverkennbare Entwürfe parallel zum Zeitgeschehen in Szene zu setzen, das Lebensgefühl der 1960er und 1970er Jahre leichtfüßig und in schnellen Schnitten einzufangen. Grafikdesign-Geschichte und Biografisches verbinden sich so zu einem nahbaren und überaus amüsanten Konglomerat.
Als die Kinder am Morgen aufwachen, sind alle Puschen verschwunden. Steckt die Hausschuh-Hüterin Kitty dahinter? Die Kinder machen sich auf den Weg, die Schuhe wiederzufinden …
Die Sonne lacht vom Himmel, und alle Kinder spielen den ganzen Tag unbeschwert. Abends fallen sie müde ins Bett und schleudern die Hausschuhe achtlos von den Füßen. Der nächste Morgen bringt eine Überraschung: Alle Puschen sind verschwunden! Tja, die hat wohl die Hausschuh-Hüterin Kitty geholt, kommentieren die Eltern achselzuckend. Die Kinder machen sich auf den Weg, die Schuhe wiederzufinden …