Filmarchiv

Camera Lucida 2022

Foragers

Jumana Manna
Kampf ums Kraut: Das Sammeln essbarer Pflanzen ist im israelisch-palästinensischen Konflikt ein Politikum mit wirtschaftlichen, ökologischen und kulturellen Implikationen.
2022
Filmstill Foragers
Filmstill Foragers

Foragers

Al-yad al-khadra
Jumana Manna
Camera Lucida 2022
Dokumentarfilm
2022
63 Minuten
Arabisch,
Hebräisch
Untertitel: 
Englisch
Der Streit ums Kraut, in diesem Fall um ’Akkoub (Gundelia) und Za’atar (wilder Thymian), gehört zu den skurrilen Aspekten des Nahostkonflikts. Als begehrte Zutaten der palästinensischen Küche werden die Pflanzen seit Generationen gesammelt, doch aus Naturschutzgründen ist dies in der Westbank verboten. So liefern sich israelische Parkranger mit den Sammelnden Verfolgungsjagden um eine Handvoll Grünzeug. In humoristischer Form inszeniert Jumana Manna die Wildbeuterei als zivilen Ungehorsam.
Die palästinensische, in Berlin lebende Künstlerin kombiniert Dokumentarisches, Geskriptetes und Pop-Referenzen. Einmal, wenn Archivmaterial den Hype um das illegale Kraut illustriert, laufen Jefferson Airplanes „White Rabbit“ und Morricones Maultrommel-Melodie aus „Für ein paar Dollar mehr“. Weil israelische Firmen Za’atar als Gewürzmischung verkaufen, hat das Verbot auch eine ökonomische Seite. Drohnenaufnahmen und Panoramen suggerieren die absurde Fahndung nach älteren Menschen beim Ernten für den Eigenbedarf. Einer sagt: „Die werden mich auch 2050 noch mit meinen Kindern und Enkelkindern erwischen.“ Die Anhörungen vor Gericht schrieb Manna auf der Basis realer Fälle mit dem Juristen Rabea Eghbarieh. Im Film unerwähnt bleibt der politische Erfolg, den der Anwalt der NGO Adalah 2019 mitbewirkte: Nach der neuen Richtlinie des Umweltministeriums dürfen fünf Kilogramm Pflanzen gepflückt werden.
Jan-Philipp Kohlmann

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Jumana Manna
Buch
Jumana Manna, Rabea Eghbarieh
Kamera
Marte Vold, Ashraf Dowani, Yaniv Linton
Schnitt
Katrin Ebersohn, Jumana Manna
Produktion
Jumana Manna
Co-Produktion
Eyal Vexler
Ton
Montaser Abu 'Alul
Musik
Rashad Becker
Nominiert für: Filmpreis Leipziger Ring
Filmstill Force Times Displacement

Force Times Displacement

Force Times Displacement
Angel Yun Wu
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2025
Animationsfilm
Taiwan
2025
12 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Ist das ein Bauch oder eine Zelle, in der es sichtlich rumort? In Angel Wus Film ist das kapitalistische Hamsterrad jedenfalls ein lebender Organismus – nur dass nicht klar ist, ob wir in ihm leben oder er in uns. Als ein junger Fabrikarbeiter einen Holzfetisch anfertigt, ihn anbetet und ihn sich dann einverleibt, brennt in ihm auch ganz körperlich sichtbar der Ehrgeiz, die Arbeitswut. Aus den Menschen am Feuer ersteht mir nichts dir nichts eine Fabrikarbeiterkolonne mit zahlenbetrachtender Managementebene, das freilaufende Zebra kommt in einen Käfig, der schnell als Container verschifft wird. Wu inszeniert diese Entwicklung aber nicht als simple Abfolge erkennbarer Kapitalismusmarker, sondern behält die kryptische, haptische Qualität ihrer grandiosen Mixed-Media-Reflexion auch in der inhaltlichen Ausgestaltung bei.
Ist der Fetisch ein Amboss, der für die menschliche Formbarkeit steht? Sehnt sich der Arbeiter nach etwas anderem? Sind die fein gezeichneten Einblicke ins Innere des Apparats nun Höllenvisionen oder lapidares Anthropozän im Endstadium? Ausgehend von der physikalischen Formel „Arbeit ist gleich Kraft mal Weg“ kombiniert Wu nicht nur digitale 2D-Animation, Fotografie, Collage und Zeichnung – sowie taiwanesische Musik mit unappetitlichem Würgen. Sie verdichtet vielmehr das Nachdenken über das Arbeitsleben in (asiatischen) Gesellschaften und unser Gefangensein in ihm.
Marie Ketzscher

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Angel Yun Wu
Buch
Angel Yun Wu
Kamera
Angel Yun Wu
Schnitt
Angel Yun Wu
Produktion
Angel Huang
Co-Produktion
Singing Chang
Ton
Fen Cheng
Sound Design
Jin-De Lin
Musik
Fen Cheng
Animation
Angel Yun Wu, Ji-Tian Li, Vanto Chien, Hao Ping Wang
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Wettbewerb Publikumspreis 2020

Forgotten Lands

Amélie Cabocel
Das bewegende Porträt der eigenen Großmutter ist zugleich kluge Reflexion des einzigartigen Vermögens der Fotografie, Echospuren gelebten Lebens aufzuzeichnen und zu überliefern.
Media Name: 3ab8389d-b7d4-443a-ad7d-88b625d4ac5f.jpg
Media Name: 3ab8389d-b7d4-443a-ad7d-88b625d4ac5f.jpg

Forgotten Lands

Les Blanches Terres
Amélie Cabocel
Wettbewerb um den Publikumspreis 2020
Dokumentarfilm
Frankreich
2019
93 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch, deutsche Untertitel für Menschen mit eingeschränkter Hörfähigkeit
Michelle, 86 Jahre alt, ist eine ebenso eigensinnige wie anrührende Witwe und darüber hinaus die Großmutter der Filmemacherin Amélie Cabocel. Allein lebt Michelle in einem großen Haus in einer verlassenen Gegend Lothringens und ist sich vermutlich gar nicht bewusst, dass sie mit jeder Faser ihrer Existenz eine untergehende Zeit bezeugt. Als aber Amélie sie für ein Foto- und Ausstellungsprojekt gewinnen will, macht sie sich die Sache resolut zu eigen.
Die gemächlich vergehenden Tage vertreibt sich Michelle mit regelmäßiger und konzentrierter Lektüre der Traueranzeigen im Wochenblatt der Gegend, mit langen Telefonanrufen bei den wenigen verbliebenen „Cousins und Cousinen“ sowie dem geduldigen Blättern in ihren sorgsam gehüteten Fotoalben, in denen sich ihre Erinnerungen aufbewahrt finden. Übers Private hinaus sind diese Alben und Mappen aber auch eloquenter Fundus einer im Verschwinden begriffenen Alltagskultur. Als Michelles Enkelin, von diesem Material ausgehend, einen Film und eine Ausstellung entwickeln will, lässt sich die alte Dame anstecken und befeuert mit ihrer eigenwilligen Persönlichkeit das sowieso schon anspruchsvolle Vorhaben. „Forgotten Lands“ ist das bewegende Porträt einer Großmutter aus der vertrauten Perspektive einer Enkeltochter, zugleich aber auch kluge Reflexion des einzigartigen Vermögens der Fotografie, Echospuren gelebten Lebens aufzuzeichnen.
Ralph Eue

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Amélie Cabocel
Kamera
Gautier Gumpper
Schnitt
Gautier Gumpper
Produktion
Milana Christitch
Ton
Grégory Pernet, Nicolas Rhode, Vivien Roche, Martin Sadoux, Jérémy Vernerey
Musik
Pascal Doumange
Filmstill Four Percent

Four Percent

Four Percent
Monika Masłoń
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2025
Animationsfilm
Deutschland,
Polen,
Argentinien
2025
14 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Deutsch
Ist das nicht die unbegrenzte Freiheit, die radikalste Form der Selbstverwirklichung, als fliegendes Fabelwesen, als traurige Maus oder als Furry-Figur mit verlängerter, nackter Wirbelsäule als Schwanz in jeder erdenklichen Szenerie zu existieren? In ihrem Film bewegt sich Monika Masłoń als Avatar durch unterschiedlichste Räume und erforscht die Themen Berührung und Berührtwerden auf VR-Plattformen. Dort kann alles, wozu unsere Fantasie fähig ist, aus Pixeln erschaffen werden. Die Grenzen der eigenen Existenz lassen sich mit einem Klick ins Unendliche verschieben. Doch wie verhält es sich mit zwischenmenschlicher – oder avatarischer – Nähe? Lässt sich in dieser VR-Welt ein emotionales Signal wie das Händeschütteln trotz völliger Körperlosigkeit simulieren? Wenn ich sehe, wie mein Avatar berührt wird, kann mir dann mein Körpergedächtnis suggerieren, dass ich selbst dieses taktile Ereignis spüre, obwohl der andere physische Körper fehlt?
Mit feinem Humor erkundet Masłoń diese Fragen im Austausch mit anderen Avataren. Doch dann betreten wir einen VR-Raum, der sich intimer anfühlt: Sie nimmt uns mit auf ein persönliches Date. Wie unterscheidet sich die Unmöglichkeit der physischen Berührung in der eigenen Fernbeziehung von jener in der VR? Kann ein VR-Date mehr körperliche Präsenz schaffen und die Sehnsucht nach dem geliebten Menschen besser stillen als andere Kommunikationswege?
Irina Rubina

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Monika Masłoń
Kamera
Monika Masłoń, Pablo Quarta
Schnitt
Monika Masłoń
Produktion
Monika Masłoń
Co-Produktion
Pablo Quarta, Peter Zorn
Sound Design
Alejandro Weyler
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Filmstill Fragile Memory

Fragile Memory

Krykhka pam’yat
Igor Ivanko
Panorama Mittel- und Osteuropa 2022
Dokumentarfilm
Ukraine,
Slowakei
2022
85 Minuten
Ukrainisch,
Russisch,
Polnisch
Untertitel: 
Englisch
Der sowjetische Kameramann Leonid Burlaka arbeitete in den 1960er Jahren in seiner Geburtsstadt Odesa für das Odesskaja kinostudija in der damaligen Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik an Filmen, die um die Welt gingen. Heute ist er achtzig Jahre alt, und mit der Diagnose Alzheimer verblasst sein Gedächtnis zusehends. Der Filmemacher Igor Ivanko folgt den Spuren, die sein Großvater hinterließ, und entdeckt in der Garage ein Archiv von immensem Wert.
Zwischen Gartengeräten und Werkzeug finden sich Dutzende Rollen Fotofilm, die allerdings schon fast zerstört sind. Der Enkel scannt das Material ein und führt es den Großeltern vor. Bei den bekannten Gesichtern hellt sich Burlakas Miene auf, doch an vieles kann er sich nicht erinnern. Ivanko erkennt, dass er einen Schatz von historischer Aussagekraft in den Händen hält. Leonid Burlaka begann seine Karriere, als viele sowjetische Kulturschaffende mit der Zensur zu kämpfen hatten. Als Mitte der 1960er Jahre die staatliche Repression nachließ, war er beruflich längst etabliert. Der politische Wandel aber schlug sich in seinen Werken nieder. Ivankos Versuch, die Erinnerungen des Großvaters aufzuzeichnen, bevor sie für immer verschwinden, kommt zu spät. Doch ihm ist ein Film gelungen, der auf fünfzig Jahre Kino und Leben in der UdSSR zurückblickt: ein mitreißendes Zeit- und Familienporträt zwischen Emotion und Information.
Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Igor Ivanko
Kamera
Igor Ivanko, Illia Yehorov
Schnitt
Igor Kosenko
Produktion
Mariia Ponomarova, Alexandra Bratyshchenko, Igor Ivanko, Peter Kerekes
Ton
Karina Rezhevska
Musik
Marek Piaček
Filmvertrieb
Clementine Engler
Nominiert für: MDR-Filmpreis
Filmstill Fragments from Heaven

Fragments from Heaven

Fragments from Heaven
Adnane Baraka
Wettbewerb um den Publikumspreis 2022
Dokumentarfilm
Marokko,
Frankreich
2022
84 Minuten
Arabisch,
Französisch
Untertitel: 
Englisch
Inmitten der von Steinen, Büschen und unermesslicher Weite geprägten marokkanischen Wüste suchen zwei Männer nach Himmelskörpern. Eine schier gigantische Aufgabe, diesen verwitterten Boden abzuschreiten. Für beide ist an die Meteoritensplitter große Hoffnung geknüpft: Während der eine die Erkenntnis sucht, ersehnt sich der andere ein besseres Leben. Adnane Barakas beeindruckendes Regiedebüt spürt bildstark existenziellen Fragen nach.
Die kargen Landschaften im Südosten Marokkos sind bekannt für häufige Meteoriteneinschläge. Mohamed, ein Nomade, der mit seiner Familie in einem Zelt in der Wüste lebt, beschließt, sich auf die Suche zu machen. Wie die anderen Männer, die zusammen mit ihm das Terrain durchkämmen, hofft auch er auf den Fund eines wertvollen Steins aus dem All, der den Ausweg aus der Armut brächte. Auf der anderen Seite des Landes untersucht der Wissenschaftler Abderrahmane Meteoriten auf Einschlüsse lange vergangener Gestirne. Um zum Ursprung unseres Lebens zu kommen, müssen wir in die Sterne schauen.
Marie Kloos

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Adnane Baraka
Kamera
Adnane Baraka
Schnitt
Karine Germain, Adnane Baraka
Produktion
Adnane Baraka, Jean-Pierre Lagrange
Ton
Adnane Baraka, Lama Sawaya, Sara Kaddouri
Filmvertrieb
Michaela Čajková
Re-Visionen 2020

Frankly Caroline

Frank Mouris, Caroline Mouris
Frank ist Carolines Mann. Der erfolgsverwöhnte Filmregisseur will sie bei ihrer Autobiografie unterstützen, aber natürlich auch mitreden. Caroline findet das eher mittelprächtig.
Media Name: 85e0cd19-1198-4dbb-a55a-19c696744414.jpg
Media Name: 85e0cd19-1198-4dbb-a55a-19c696744414.jpg

Frankly Caroline

Frankly Caroline
Frank Mouris, Caroline Mouris
Re-Visionen 2020
Animationsfilm
USA
1999
9 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Ein Filmemacherpaar – sie Produzentin, er Regisseur – müht sich, eine Autobiografie der Frau, Caroline, herzustellen. Für die Verfilmung seines eigenen Lebens hatte der Mann, Frank, vor langer Zeit schon einmal einen Oscar bekommen. Jetzt will er Caroline nur ein bisschen Beistand leisten, aber natürlich auch mitreden. Caroline findet das eher mittelprächtig.
Ralph Eue

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Frank Mouris, Caroline Mouris
Buch
Caroline Mouris
Kamera
Frank Mouris
Schnitt
Caroline Mouris
Produktion
Caroline Mouris
Animation
Frank Mouris
Produktionsfirma
Mouris Squared
Kids DOK 2022

Franzy’s Soup-Kitchen

Ana Chubinidze
Franzy würzt ihre Speisen mit einer speziellen rosa Zutat. Auf der Suche nach Nachschub gelangt sie auf einen Planeten mit hungrigen Wesen, die sich über ihre Kochkünste freuen.
Filmstill Franzy’s Soup-Kitchen
Filmstill Franzy’s Soup-Kitchen

Franzy’s Soup-Kitchen

La soupe de Franzy
Ana Chubinidze
Kids DOK 2022
Animationsfilm
Frankreich,
Georgien
2021
9 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Franzy ist eine außerirdische Köchin, die ganz allein lebt und sich auch ein bisschen einsam fühlt. Am liebsten würzt sie ihre Speisen mit einer speziellen rosa Zutat, die alles besonders köstlich macht. Doch als die Dose mit dem Gewürz leer ist, muss sich Franzy auf die Suche nach Nachschub begeben. Sie gelangt auf einen Planeten mit hungrigen Wesen, die sich über ihre Kochkünste freuen.
Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Ana Chubinidze
Kamera
Sara Sponga
Schnitt
Antoine Rodet
Produktion
Reginald de Guillebon
Co-Produktion
Ana Chubinidze
Ton
Beso Kacharava, George Murgulia, Biko Gogaladze
Musik
Erekle Gestadze, Zviad Mgebry
Animation
Chaitane Conversat, Lorelei Palies, Sophie Roze, Iulia Voitova
Tanz in der Dunkelheit 2022

Free Radicals

Len Lye
Auf Schwarzfilm gekratzte Punkte, Krakel und Linien blitzen auf und kreieren einen Raum und ein Energiefeld im Rhythmus einer perkussiven afrikanischen Stammesmusik.
Filmstill Free Radicals
Filmstill Free Radicals

Free Radicals

Free Radicals
Len Lye
Tanz in der Dunkelheit 2022
Animationsfilm
Neuseeland
1979
4 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Kompromisslos und poetisch reduziert Len Lye Bewegung auf ihr absolutes Wesen. Direkt auf Schwarzfilm gekratzte Punkte, Krakel und Linien – mal als gestauchtes oder gestrecktes Zickzack, mal als gerade oder gefederte Vertikale – blitzen auf. Sie geraten ins Laufen, ins Tanzen und kreieren im dunklen Nichts einen Raum und ein Energiefeld im Rhythmus einer perkussiven afrikanischen Stammesmusik.
André Eckardt

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Len Lye
Kids DOK 2024

Freeride in C

Edmunds Jansons
In der weißen Stille der Berge wird Wintersport gemacht – in Blau und Rot. Experimentell-abstrakt lassen sich Slalom, Sessellift und das ganze Skifahrvergnügen gut gelaunt entdecken.
Filmstill Freeride in C
Filmstill Freeride in C

Freeride in C

Freeride in C
Edmunds Jansons
Kids DOK 2024
Animationsfilm
Lettland
2024
10 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Ein mitreißender Kurzfilm vom renommierten lettischen Animationskünstler und Kinderbuchillustrator Edmunds Jansons. Wintersportler*innen flitzen in ihren roten und blauen Skianzügen über die Pisten. Im schnellen Takt einer elektronischen Musikkomposition geht es vom Schlangestehen beim Einstieg in den Lift bis zur wilden Abfahrt. Das ganze Skifahrvergnügen, gut gelaunt und mit Hintersinn gezeichnet.
Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Edmunds Jansons
Buch
Edmunds Jansons
Schnitt
Edmunds Jansons
Produktion
Sabine Andersone
Ton
Ģirts Bišs
Musik
Terry Riley
Animation
Edmunds Jansons, Mārtiņš Dūmiņš
Filmvertrieb
Wouter Jansen
DEFA Matinee 2022

Friedrichstadtpalast

Angelika Andrees
Wolfgang E. Struck, Intendant am Berliner Friedrichstadt-Palast, blickt mit Wehmut auf den nahenden Abriss seines Hauses. Ein Blick hinter die Kulissen der renommierten Bühne.
Filmstill Friedrichstadtpalast
Filmstill Friedrichstadtpalast

Friedrichstadtpalast

Friedrichstadtpalast
Angelika Andrees
DEFA Matinee 2022
Dokumentarfilm
DDR
1980
20 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Mit Wehmut blickt Wolfgang E. Struck, Intendant am Berliner Friedrichstadt-Palast, im Jahr 1980 auf den bevorstehenden Abriss seines Hauses aufgrund statischer Mängel. Angestellte schwärmen von der Arbeit an der geschichtsträchtigen Bühne, auf der internationale Stars wie Louis Armstrong oder Juliette Gréco auftraten. Unweit entfernt beginnen die Baumaßnahmen für den neuen Friedrichstadt-Palast.
Philip Zengel

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Angelika Andrees
Buch
Angelika Andrees
Kamera
Lars Barthel, Jürgen Brock
Schnitt
Christine Schrandt, Ingeborg Marszalek
Produktion
DEFA-Studio für Dokumentarfilme
Ton
Stefan Edler
Media Name: 25995f60-0bae-4810-94a1-5ef646a036c9.jpg

Fulesee

Fulesee
Christina Benz
Internationaler Wettbewerb Kurzfilm 2020
Animationsfilm
Schweiz
2019
4 Minuten
Schweizerdeutsch
Untertitel: 
Englisch

Mit der Dunkelheit kommt die Angst, mit der Angst schwindet das Licht. Bei einem gemeinsamen Tauchgang steigen in „ihm“ versunkene Erinnerungen auf. Wie bei der Verlandung, beim „Faulen“ des Sees wird der Freiraum des Wassers zum Sumpf. Die wachsende Beklemmung beschleunigt den Atem im Rhythmus der intensiver werdenden lyrischen Sprache. Die Kraft der Strudel und der expressiven schweizerdeutschen Laute färben und formen die bestechend grafische Sandanimation.

André Eckardt

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Christina Benz
Buch
Patric Marino
Kamera
Christina Benz
Schnitt
Christina Benz, Christine Rüfenacht
Produktion
Marco Leisi
Co-Produktion
Gabriela Bloch Steinmann
Ton
Christof Steinmann
Musik
Oli Kuster
Animation
Christina Benz
Hommage: Punto y Raya 2025

Function

Victoria Bylin
Eine rhythmische Untersuchung abstrahierter organischer und anorganischer Prozesse, verkörpert von schwingenden Formen in intensiven Farben. Welche Funktion mögen diese Objekte wohl haben?
Filmstill Function
Filmstill Function

Function

Function
Victoria Bylin
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
USA
2018
6 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
In der Mathematik beschreibt eine Funktion eine Beziehung zwischen zwei Mengen, die jedem Element der einen Menge genau ein Element der anderen Menge zuordnet. Das Wort Funktion im Allgemeinen definiert den Zweck, für den etwas existiert. Dieser Film ist eine rhythmische Untersuchung abstrahierter organischer und anorganischer Prozesse, verkörpert von schwingenden Formen in intensiven Farben.
Franka Sachse

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Victoria Bylin
Filmstill fur

fur

fur
Zhen Li
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2023
Animationsfilm
USA
2022
7 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Biologiestunde. Dort die Lehrerin im Licht der Projektion der Insektenkunde, hier das Klassenzimmer im Halbdunkel. Die Aufmerksamkeit schwindet. Pubertäres Tagträumen: Der Junge in der Schulbank davor ist eigentlich ganz süß. Die Finger wollen losrennen. Trotzdem lieber zunächst nur sich selbst anfassen. Jedoch dann funkt es …

Verknalltsein, was für ein schöner und intensiver, aber ebenso flüchtiger und ernüchternder Moment. Augen, Nase, Ohr, Mund und Hände gehen auf erste körperliche Entdeckungstouren, auf atemberaubende, auf abwegige, auf abstoßende. Zhen Li beobachtet mikroskopisch genau und fängt diesen Ausnahmezustand mit unterschiedlichen Animationstechniken auf großartige Weise ein. Kohlezeichnungen mit verwischten Zeichenspuren, pelzige Schimmelwellen, vertrackt animierte Körper und sirrende, klebrige Klänge umschreiben das Wogen der Sinne.
André Eckardt

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Zhen Li
Buch
Zhen Li
Produktion
Zhen Li
Sound Design
Zhen Li
Musik
Marc Riordan
Animation
Zhen Li
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis, Gedanken-Aufschluss-Preis
Retrospektive 2024

Für die Palästinenser

Edna Politi
1974, palästinensischer Alltag in Israel und im Westjordanland, wirtschaftliche und politische Ohnmacht – dokumentiert von einer Israelin, die überzeugen will: von der dringenden Notwendigkeit des Dialogs.
Filmstill For the Palestinians
Filmstill For the Palestinians

Für die Palästinenser

Für die Palästinenser
Edna Politi
Retrospektive 2024
Dokumentarfilm
BRD
1973
85 Minuten
Arabisch,
Deutsch,
Hebräisch
Untertitel: 
Deutsch (Overvoice), Deutsch
Worte des Dichters Mahmoud Darwisch eröffnen diesen Film: „Ich hasse niemanden, ich raube niemanden, aber wenn ich verhungere, esse ich das Fleisch meiner Mörder. Hüte dich, hüte dich also vor meinem Hunger, hüte dich vor meinem Zorn.“ Dann kommt der Titel, dann der Untertitel: „Eine Israelin erzählt“. Sie heißt Edna Politi, wurde im Libanon geboren, emigrierte nach Israel und wurde 1971 an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Westberlin aufgenommen. Politis Studienarbeit klärt auf: Woher kommt die palästinensische Wut, die Verzweiflung? Sachlich und sorgfältig trägt sie Alltagsanschauungen, Zahlen und Fakten zusammen, um auf die Mechanismen der wirtschaftlichen und politischen Entrechtung des palästinensischen Volkes aufmerksam zu machen. Sie will überzeugen, nicht überreden.
Sylvia Görke

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Edna Politi
Buch
Edna Politi
Kamera
Edna Politi
Schnitt
Edna Politi
Produktion
DFFB Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin
Ton
Gad Freudenthal
Musik
Mohammed Askari
Kids DOK 2025

Volles Nest

Elena Walf
Als der Winter naht, polstert das Eichhörnchen seinen Kobel mit vielen stibitzten Dingen vom Bauernhof aus. Auch die große Mäusefamilie bekommt ein kuscheliges neues Zuhause.
Filmstill Full Nest
Filmstill Full Nest

Volles Nest

Volles Nest
Elena Walf
Kids DOK 2025
Animationsfilm
Deutschland,
Kroatien
2025
6 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Der Winter naht, es wird kalt auf Lenas Hof. Das Eichhörnchen stibitzt in allen Ecken etwas Warmes zum Auspolstern seines Kobels, bis es herrlich kuschelig ist. Der Regen überschwemmt alle Wiesen, und die Mäuschen fliehen aus dem Wald: „Pieps, pieps, wo sollen wir nun hin?“ Flink erkennt das Eichhörnchen die Gefahr und teilt sein kuscheliges Diebesgut mit ihnen. Eine neue Folge der KiKA-Reihe.
Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Elena Walf
Produktion
Thomas Meyer-Hermann, Miljana Dragičević