Filmarchiv

Filmstill Home Sweet Home

Home Sweet Home

Home Sweet Home
Annika Mayer
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm 2023
Dokumentarfilm
Deutschland
2023
67 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
Rose und Rolf in der noch jungen BRD. Er, 13 Jahre älter, war im Zweiten Weltkrieg. Sie, die viele Kinder haben möchte, nimmt seinen Heiratsantrag an und geht von der Schule ab. Mit ihrer Enkelin Annika Mayer, der Regisseurin von „Home Sweet Home“, schaut sich Rose Super-8-Familienfilme der fünfziger, sechziger und siebziger Jahre an: ihre zwei Jungs in kurzen Lederhosen, ein Eigenheim mit gepflegtem Vorgarten, Papa kommt von der Arbeit, Mama kocht Suppe mit Würstcheneinlage. In diesen Idealbildern des deutschen Wirtschaftswunders erkennt sich Rose nicht wieder. Die junge hübsche Frau ist ihr fremd.

Annika beginnt, Fragen zu stellen. Sie geht gemeinsam mit ihrer Großmutter auf Spurensuche nach der häuslichen Gewalt in deren Ehe, die in den Aufnahmen jedoch nicht sichtbar ist. Durch die offenen Erzählungen von Rose wird das Erlebte aber allmählich spürbar. Welche biografischen Abgründe mögen hinter Rolfs stolzem Lächeln lauern? Mit Bedacht eingesetzte Zeitlupeneffekte sezieren das vermeintliche Familienglück. Die verfremdete Tonspur ist mit atonalen und hyperrealistischen Klängen unterlegt. Allzu fröhlich zwitschern die Vögel, die Idylle wirkt plötzlich trügerisch.
Anke Leweke

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Regie
Annika Mayer
Buch
Annika Mayer
Kamera
Jakob Krese
Schnitt
Annika Mayer
Produktion
Annika Mayer, Jakob Krese
Sound Design
Gaston Ibarroule
Musik
Gaston Ibarroule
Nominiert für: VER.DI Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness, DEFA Förderpreis
Kids DOK 2024

Hoofs on Skates

Ignas Meilūnas
Ein Sonnentag im Winterwald. Die Freunde Schwein und Kuh vergnügen sich beim Schlittschuhlaufen auf einem See. Zunächst erschrocken, entdecken sie, dass unter dem Eis noch mehr Leben ist.
Filmstill Hoofs on Skates
Filmstill Hoofs on Skates

Hoofs on Skates

Kanopos ir pačiūžos
Ignas Meilūnas
Kids DOK 2024
Animationsfilm
Litauen
2024
12 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Ein Sonnentag im Winterwald. Schweinchen flitzt auf Schlittschuhen über die zugefrorenen Bäche und Seen. Auch Freundin Kuh versucht sich im Pirouetten-Drehen. Als ein großer Fisch mit spitzen Zähnen an die Eisdecke klopft, laufen die beiden erschrocken davon und verlieren dabei einen Schlittschuh. Schließlich trauen sie sich zurück und stellen fest, dass das Wesen im See nur friedliche Absichten hat.
Lina Dinkla

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Regie
Ignas Meilūnas
Buch
Titas Laucius
Kamera
Simonas Glinskis
Schnitt
Ignas Meilūnas
Produktion
Justė Beniušytė, Ignas Meilūnas
Ton
Dominyka Adomaitytė, Julius Grigelionis, Vytis Puronas
Sound Design
Dominyka Adomaitytė
Musik
Marius Meilūnas
Animation
Anni Oja, Matthew Krasucki O'Dowd, Ignas Meilūnas
Filmvertrieb
Annabel Sebag
Media Name: 73950bb7-09d8-4d69-912f-02af821a0d42.jpg

Hotel Astoria

Hotel Astoria
Falk Schuster, Alina Cyranek
Wettbewerb um den Publikumspreis Kurzfilm 2020
Animationsfilm
Deutschland
2020
28 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch

Alle Leipziger kennen es: das Hotel Astoria, welches seit 1996 leer steht. Der Film wirft einen Blick in die Zeit, als das Haus der Hotspot der Messestadt war. Mit dem für die DDR größtmöglichen Prunk wurden hier Geschäftsleute, Politiker und Gäste aus aller Welt empfangen und bewirtet. Aber auch die Stasi ging im Hotel ein und aus. Anhand von Archivmaterial und Berichten des Personals sowie mit den unverkennbaren Animationen von Falk Schuster wird ein spannendes Kapitel Stadtgeschichte erzählt.

Kim Busch

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Regie
Falk Schuster, Alina Cyranek
Buch
Alina Cyranek
Schnitt
Alina Cyranek, Falk Schuster
Produktion
Alina Cyranek, Falk Schuster
Co-Produktion
MDR Mitteldeutscher Rundfunk
Ton
Florian Marquardt
Musik
Florian Marquardt
Animation
Falk Schuster, Tim Romanowsky, Alexander Schmidt, Julian Quitsch
Filmstill How a River is Born

How a River Is Born

Como nasce um rio
Luma Flôres
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2025
Animationsfilm
Brasilien
2025
8 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Der Tau tropft verheißungsvoll von den Blättern. Ayla erwacht in einer wunderbar erblühten, üppigen Landschaft. In der Ferne entsteht eine neue Bergkette. Der Gipfel: ein lächelnder Frauenkopf. Ayla macht sich auf den Weg zu ihm. Die Hügel sind die haltgebenden Brustwarzen, der Flaum der Unterarme ist das Gras, das sie zart mit den Fingern durchstreift. Als sie am Horizont einen kleinen dichten Wald sieht, weiß sie, wohin sie gehen muss, wo die letztendliche Erfüllung liegt.
Luma Flôres inszeniert Aylas Selbstfindung als ungemein sinnliche, zärtliche und farbintensive Reise. Die Entdeckung des eigenen Körpers und der eigenen Lust geht hier mit der Entdeckung des anderen, ebenfalls weiblichen Körpers einher. Die intensive Sinnlichkeit bleibt bis zum Schluss metaphorisch und doch plastisch – zum Beispiel, als Ayla den Schoß ihrer Geliebten als Wasserquelle entdeckt, erst mit dem Finger und schließlich ganz mit Kopf und Leib eintaucht. Als sich die beiden im Wasser endlich vereinigen und miteinander schlafen, wechselt die Animation von der konkreten Darstellung in die Abstraktion – die wiederum als Feuerwerk am Himmel explodiert. Erst in den finalen Momenten ihres Films löst Flôres ihren Metaphernreigen auf: Die beiden Frauen küssen sich, sie lassen sich auf dem Wasser treiben. Die hohe Kunst der Liebe, aber auch die einfachste, natürlichste Sache der Welt.
Marie Ketzscher

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Regie
Luma Flôres
Buch
Luma Flôres
Kamera
Maíra Moura Miranda
Schnitt
Karol Azevedo
Produktion
Flávia Santana
Ton
Andrea Martins
Sound Design
Andrea Martins
Animation
Bia Peres, Camila Vianna, Fernanda Costa, Janaína Zanusso, Larissa Rangel, Mateus Di Mambro, Kelvin Lima, Ambrósio Pentú, Atmo, Guilherme Zabu, Henrique Ferreira, Louise Bonne, Sofia Travassos
Key Collaborator
Clara Oliviera Flores
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Animation Night 2023

How to Make a Phonotrope Video with Drawn Animation

Tess Martin
Tess Martin führt in eine Verfahrenstechnik für Animationsloops ein: Man zeichne, man nehme eine sich drehende Scheibe, verbinde sie mit einer Kamera – und fertig ist das Phonotrop.
Filmstill How to Make a Phonotrope Video with Drawn Animation
Filmstill How to Make a Phonotrope Video with Drawn Animation

How to Make a Phonotrope Video with Drawn Animation

How to Make a Phonotrope Video with Drawn Animation
Tess Martin
Animation Night 2023
Dokumentarfilm
Niederlande
2019
8 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Durch die Kopplung der Umdrehungsgeschwindigkeit einer rotierenden Scheibe mit der Aufnahmebildrate einer Kamera entsteht eine Apparatur, welche die Illusion von Bewegung erzeugen kann. Dieses sogenannte Phonotrop ist eine zeitgenössische Variante des Phenakistiskops. Tess Martin erklärt in ihrem How-to-Video, wie diese Technik funktioniert und wie sie in ihrem Film „Orbit“ zur Anwendung kommt.
Franka Sachse

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Regie
Tess Martin
Kamera
Tess Martin, Oana Clitan
Produktion
Tess Martin
Musik
Podington Bear
Filmstill Hun Tun

Hun Tun

Hun Tun
Magdalena Hejzlarová
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2024
Animationsfilm
Tschechische Republik,
Frankreich
2024
15 Minuten
Tschechisch
Untertitel: 
Englisch
In einem fantastischen Raum, irgendwo zwischen Animation, Realfilm und Performance, entfaltet sich eine Erzählung über Hun Tun, den König des Chaos. Hun Tun feuert dich an, Hun Tun treibt dich voran, Hun Tun hält dich wach. Er gibt dir Kraft für unzählige Überstunden und endlose Freizeitaktivitäten. Doch Hun Tun raubt dir dafür den Schlaf und verwandelt dich.
Bruchstücke des alltäglichen Lebens – Tassen, Kronkorken, Tablettenpackungen – künden von durchgemachten Nächten und völliger Erschöpfung, vom Schlafen-Wollen und vom Nicht-Können. Überlagerungen aus elegant animierten, zarten Sandelementen erzeugen Rhythmus und Textur. Vertanzte Erzählmomente in expressiven Kostümen schaffen Leichtigkeit und transportieren gleichzeitig eine intensive Stimmung. Über allem liegt eine präzise Tongestaltung, die die Ebenen zur spannungsvollen Reflexion eines sehr persönlichen Konflikts verwebt.
Franka Sachse

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Magdalena Hejzlarová
Buch
Magdalena Hejzlarová
Kamera
Zdena Sýkorová
Schnitt
Alexander Kashcheev
Produktion
Karolína Davidová
Co-Produktion
Romain Bent
Ton
Alexander Kashcheev
Sound Design
Alexander Kashcheev
Musik
Gosheven
Animation
Eliška Kerbachová, Magdalena Hejzlarová, Anna Belova
Filmvertrieb
Florian Fernandez
Sprecher*in
Magdalena Hejzlarová
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Mehr zum Film
Animation Night 2024

Hungry Ghost

Guido Devadder
Das Phenakistiskop einmal dreidimensional: Eine Plastik, die in kurzen Animationsloops den geisterhaften Marsch von stumm aufschreienden Menschen durch eine Landschaft aus Armen und Händen zeigt.
Filmstill Hungry Ghost
Filmstill Hungry Ghost

Hungry Ghost

Hungry Ghost
Guido Devadder
Animation Night 2024
Animationsfilm
Belgien
2022
7 Minuten
ohne Dialog
Das Phenakistiskop einmal dreidimensional: Guido Devadder hat eine Plastik geschaffen, die in kleinen Animationsloops den geisterhaften Marsch von stumm aufschreienden Menschen durch eine Landschaft aus sich reckenden Armen und fordernden Händen zeigt. Zum betörenden Gesang von Kaitlin McSweeney und im Takt einer alten Maschine erzählt das dunkle Märchen vom steten Kreislauf zwischen Begierde und Gier.
André Eckardt

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Regie
Guido Devadder
Produktion
LUCA School of Arts
Sound Design
Kaitlin McSweeney
Animation
Guido Devadder
Filmstill Hurikán

Hurikán

Hurikán
Jan Saska
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2024
Animationsfilm
Tschechische Republik,
Slowakei,
Frankreich,
Bosnien und Herzegowina
2024
13 Minuten
Tschechisch
Untertitel: 
Englisch
Das Bier ist alle in Prag … also eigentlich nur an einem Imbissstand abseits der touristischen Altstadt. Aber das Röcheln des Zapfhahns ist deswegen nicht weniger dramatisch für Hurikán, einen Dauerkunden, der seinen Tag und viel von der Nacht an diesen Treffpunkten der verlorenen Seelen verbringt. Verknallt in die Budenbetreiberin, nimmt Hurikán die Sache in die Hand. Sie kommt ins Rollen, genau wie das leere Fass, das er befüllen lassen will. Ein abenteuerlicher Parcours nimmt seinen Lauf. Er beginnt mit kleinen spöttischen Gesten und weitet sich schnell zu einer rasanten Jagd in den dösenden, aber steilen Seitenstraßen des Prager Stadtviertels Žižkov aus.
Jan Saska verwebt mit großartigem Timing und Augenzwinkern Genretypisches aus Comic und Actionkino. Und mittendrin ein Typ, dem das Leben nicht leichtfällt. Hier muss ihm das Glück helfen, um nicht zu verdursten.
André Eckardt

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Jan Saska
Buch
Jan Saska, Václav Hašek
Schnitt
Jan Saska
Produktion
Kamila Dohnalová, Martin Vandas
Co-Produktion
Antoine Lietout, Ivan Zuber, Juraj Krasnohorsky, Mladen Đukić, Alena Vandasová
Sound Design
Jiří Gráf
Animation
Marek Pokorný, Michaela Večerková, Jan Saska, Camille Chao, Hugo de Faucompret, David Štumpf, Jean-Christophe Lie, Félicia Gillibert, Delphine Grelet
Filmvertrieb
Luce Grosjean
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Extended Reality: DOK Neuland 2021

Hush

Vibeke Bryld
Eine meditative Reise in die nordische Mythologie: Während sich die irdische Welt auflöst, ziehen uns Stimmen in ein verloren gegangenes Universum unter Wasser.
2020
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Hush

Havfolket kalder mørknet vand
Vibeke Bryld
Extended Reality 2021
-
Dänemark
2020
12 Minuten
ohne Dialog
In der nordischen Mythologie ranken sich zahlreiche Sagen um Wasserwesen, die Seefahrer hinaus aufs Meer locken. Die VR-Erfahrung nimmt uns mit auf eine meditative Reise in diese mythische Wirklichkeit. Während sich die Welt um uns herum auflöst, ziehen uns Stimmen in ein verloren gegangenes Universum unter Wasser, in dem die Grenzen zwischen Realität, Fantasie, Mensch und Natur verblassen.
Lars Rummel

Credits DOK Leipzig Logo

Produktion
Maria Kristensen
Ausführende Produktion
Heidi Elise Christensen, Signe Byrge Sørensen
Produktionsfirma
Final Cut for Real
Animation
Lars Hemmingsen Nørgaard
VR Entwicklung
Lars Hemmingsen Nørgaard
Künstlerisches Design
Elin Maria Johansson
Ton
Mads Michelsen, Sune Kaarsberg
Musik
Signe Lykke
Regie
Vibeke Bryld
Kids DOK 2022

Hush Hush Little Bear

Māra Liniņa
Als die Eltern auf der Suche nach Beeren und Honig sind, bleiben die kleinen Bären auf der Wiese bei den Schafen. Ist wirklich schon Zeit fürs Bett? Das Schlaflied hat begonnen …
Filmstill Hush Hush Little Bear
Filmstill Hush Hush Little Bear

Hush Hush Little Bear

Čuči čuči
Māra Liniņa
Kids DOK 2022
Animationsfilm
Lettland
2022
5 Minuten
Lettisch
Untertitel: 
Englisch
Als die Eltern auf der Suche nach Beeren und Honig sind, bleiben die kleinen Braunbären auf der Wiese bei den Schafen. Sie wollen noch nicht ins Bett, auch wenn das Schlaflied schon so schön erklingt. Durch die Landschaft tobend, verheddern sie sich in einem Garnknäuel, um am Ende doch noch friedlich einzuschlummern … Ein „kuschelig“ animierter Film nach einem lettischen Wiegenlied.
Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Māra Liniņa
Kamera
Ūna Laukmane
Schnitt
Edmunds Jansons
Produktion
Sabine Andersone, Ieva Zeldere
Ton
Ģirts Bišs
Musik
Jēkabs Nīmanis
Animation
Mārtiņš Dūmiņš, Līva Piterāne, Kristīne Zvirbule
Filmvertrieb
Georg Gruber
Extended Reality: DOK Neuland 2020

Hypha

Natalia Cabrera
Ein VR-Erfahrungsraum, der eigentlich ein ganzes Universum ist. Kaum jemand kennt die Welt der Pilze, obwohl sie uns umgibt. Hier schrumpft man zur Hyphe und wird Teil davon.
2020
Media Name: a0cd7208-91b8-4cad-8d04-1a5ecb1934b8.png
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Hypha

Hypha
Natalia Cabrera
Extended Reality 2020
-
Chile
2020
17 Minuten
Englisch,
Spanisch
In Zusammenarbeit mit der Mykologin und Aktivistin Giuliana Furci entstand ein VR-Erfahrungsraum, der eigentlich ein ganzes Universum ist. Kaum jemand kennt die Welt der Pilze, obwohl sie uns umgibt und prägt. Wir schrumpfen zur Hyphe, kommunizieren mit Baumwurzeln, verwandeln Gifte in wertvolle Nährstoffe und werden Teil eines schier endlosen, aber unsichtbaren Netzwerks, das unsere Erde trägt.
Lars Rummel

Credits DOK Leipzig Logo

Produktion
Seba Gonzalez
Produktionsfirma
Maltrato Films
VR Entwicklung
Paola G. Olea
3D-Künstler*in
Javier Garay
Ton
Diego Aguilar
Buch
Juan Ferrer, Natalia Cabrera
Musik
Daniel Maraboli
Sprecher*in
Trinidad Piriz
Key Collaborator
Nicolás Oyarce
Regie
Natalia Cabrera
Tanz in der Dunkelheit 2022

Hysteresis

Robert Seidel
Zeichnungen, Performance-Aufnahmen der queeren Tänzerin Tsuki sowie pluckernde Klänge und Drones von Oval werden in einem farbgewaltigen und organischen Tableau reorganisiert.
Filmstill Hysteresis
Filmstill Hysteresis

Hysteresis

Hysteresis
Robert Seidel
Tanz in der Dunkelheit 2022
Experimentalfilm
Deutschland
2021
5 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Der Begriff Hysterese beschreibt nüchtern ein Prozessverhalten, bei dem die Vorgeschichte ebenso auf das Ergebnis einwirkt wie neue Veränderungen. Robert Seidel speist analoge Zeichnungen, Performance-Aufnahmen der queeren Tänzerin Tsuki sowie pluckernde Klänge und Drones von Oval in ein Feedbacksystem ein, das Zeit und Bewegung in einem farbgewaltigen und sinnlich-organischen Tableau reorganisiert.
André Eckardt

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Robert Seidel
Produktion
Robert Seidel
Musik
Oval
Performer
Tsuki
Retrospektive 2022

Kinder kriegen?

Sibylle Schönemann
Ausgehend von verschiedenen Lebenssituationen und privaten Umständen bearbeitet Sibylle Schönemann das komplexe Thema Schwangerschaftsabbruch als ästhetisch ambitionierte Collage.
Filmstill Having Babies?
Filmstill Having Babies?

Kinder kriegen?

Kinder kriegen?
Sibylle Schönemann
Retrospektive 2022
Dokumentarfilm
DDR
1976
18 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
In Sibylle Schönemanns Film zum Thema Schwangerschaftsabbruch kommen sowohl junge als auch ältere Frauen zu Wort, solche, die von ihrem Partner zur Abtreibung gezwungen wurden, und andere, die sich trotz prognostizierter Schwierigkeiten für eine Austragung entschieden haben. In der Art einer Collage gearbeitet, wechselt eine Gesprächsrunde mit stilisierten Passagen, während die Kamera auch Momente in einer Klinik kurz vor und nach dem Eingriff zeigt. Der Gestus schwankt zwischen Dramatik und Lebensbejahung. Auf liberale Perspektiven wird, bis auf eine Ausnahme, verzichtet. Dem komplexen Gegenstand hätte sich Schönemann, gemeinsam mit Tamara Trampe, beinahe auch in einem Spielfilm gewidmet.
Felix Mende

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Sibylle Schönemann
Kamera
Klemens Peisker
Schnitt
Silvia Roeser
Produktion
Hochschule für Film und Fernsehen der DDR
Ton
Andreas Walter
Deutscher Wettbewerb 2021

Kopf Faust Fahne – Perspektiven auf das Thälmanndenkmal

Betina Kuntzsch
Zehn filmische Perspektiven auf einen historischen Ort: der Ernst-Thälmann-Park in Ostberlin. 1986 weicht ein altes Gaswerk einer Wohnsiedlung – und einem umstrittenen Denkmal.
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Kopf Faust Fahne – Perspektiven auf das Thälmanndenkmal

Kopf Faust Fahne – Perspektiven auf das Thälmanndenkmal
Betina Kuntzsch
Deutscher Wettbewerb 2021
Dokumentarfilm
Deutschland
2021
47 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch

Aus technischen Gründen – zu massiv! – wurde der 50 Tonnen schwere Koloss aus Bronze 1993 nicht abgerissen. Inzwischen steht er gemeinsam mit der dazugehörigen Wohnsiedlung unter Denkmalschutz. Ein Relikt aus alten Zeiten: Die erhobene Faust des ehemaligen KPD-Führers und einstigen DDR-Helden Ernst Thälmann auf der Parkanlage in Prenzlauer Berg trotzt heute dem kollektiven Vergessen einer gar nicht so lange zurückliegenden Vergangenheit, statt den Sieg des Kommunismus anzukündigen.

Eine alte städtische Gaswerkanlage in Ostberlin weicht 1986 einer Wohnsiedlung – und einem bereits damals umstrittenen Denkmal. Zum Teil imaginiert, zum Teil erinnert und durchgehend aufwendig recherchiert, setzt Betina Kuntzsch im Rahmen des Projekts „Vom Sockel Denken“ zur künstlerischen Kommentierung des Ernst-Thälmann-Denkmals eine komplexe Erzählung zusammen: über einen Ort voller Geschichte, betrachtet aus zehn unterschiedlichen Perspektiven. Dabei bedient sie sich in ihrem Omnibusfilm gekonnt diverser ästhetischer wie forschender Mittel. Durch die gelungene Kombination aus eigenen Aufnahmen, Animation, Archivmaterial und Oral History entsteht in einer Art Kaleidoskop ein Glanzstück des historiografischen Dokumentarismus und ein Parcours durch eine ganze Reihe dokumentarischer Filmgenres.
Borjana Gaković

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Betina Kuntzsch
Buch
Betina Kuntzsch
Kamera
Sven Boeck, Martin Langner, Claire Roggan
Schnitt
Betina Kuntzsch
Produktion
Maria Wischnewski
Ton
Michael Walz
Musik
Joachim Gies
Animation
Betina Kuntzsch
Retrospektive 2023

Ungarn in Flammen

Ferdinand Khittl, Stefan Erdélyi
Die Niederschlagung des Aufstandes 1956 in Ungarn aus der Sicht der Betroffenen. Dramatisches Material und ein dringlicher Appell, den die Filmemacher erst im Ausland fertigstellen konnten.
Filmstill Hungary in Flames
Filmstill Hungary in Flames

Ungarn in Flammen

Ungarn in Flammen
Ferdinand Khittl, Stefan Erdélyi
Retrospektive 2023
Dokumentarfilm
BRD
1957
83 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Ein Rückblick auf die ungarische Geschichte mündet in der blutigen Gegenwart des Oktobers 1956: Die Niederschlagung des Aufstandes in Budapest, gefilmt aus der Sicht der Betroffenen. Das Material wurde ins Ausland geschmuggelt und dort von geflüchteten Filmemachern zusammengestellt. Ein unmittelbares Zeitdokument, in dem sich am Ende die westliche Ohnmacht spiegelt: Niemand kam zu Hilfe.
Katharina Franck, Andreas Kötzing

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Ferdinand Khittl, Stefan Erdélyi
Buch
Viktor de Sztankovics, Rudolf Stölting, Stefan Erdélyi
Kamera
Ferencz Vass, László Kovács, Vilmos Zsigmond
Produktion
Karpat-Film
Musik
Alexander Barta
Panorama: Mittel- und Osteuropa 2024

wo/men

Kristine Nrecaj, Birthe Templin
Portrait sechs albanischer „Burrneshas“, die als Frauen in der sozialen Rolle von Männern, seit Jahrzehnten die patriarchalen Strukturen des Landes mit Witz und Mut gegen den Strich bürsten.
Filmstill House with a Voice
Filmstill House with a Voice

wo/men

wo/men
Kristine Nrecaj, Birthe Templin
Panorama: Mittel- und Osteuropa 2024
Dokumentarfilm
Deutschland
2024
87 Minuten
Albanisch,
Englisch
Untertitel: 
Englisch
Selbst entscheiden, wie sie leben, das wollen die sechs albanischen Burrneshas, die hier ihre Geschichte erzählen. Sie merkten früh, dass die patriarchale Gesellschaft ihre Freiheit stark beschränkt. So wurden sie zu Burrneshas und schlüpften in die soziale Rolle von Männern, um wie sie handlungsfähig, unabhängig zu sein und ihre Familie wirtschaftlich unterstützen zu können, um sich Zwangsehen und Übergriffen zu entziehen. Und dabei haben sie – ganz nebenbei – auch eine Menge Spaß. Doch das Durchbrechen der Geschlechterschranken gibt es nicht umsonst. Burrnesha bleibt man lebenslänglich, besiegelt durch einen Schwur. Der Preis der Freiheit ist meist der Verzicht auf eine offen gelebte Sexualität, auf Kinder und Familie.
Die beeindruckenden Protagonist*innen in diesem großartig fotografierten Film zeigen, wie viel Kraft es braucht, maskuline Geschlechterstereotypen einzuüben. Nicht bei allen reicht die Energie, um Klischees und männlichen Machtanspruch gleichzeitig zu behaupten und zu unterlaufen. Für die neue Generation von Feminist*innen in Albanien sind die Burrneshas Vorbilder, aber auch Mahnung. Denn der Weg zur Gleichberechtigung ist längst nicht geschafft, nur weil es einer Avantgarde mutiger Frauen gelingt, sich durch einen Sprung ins Herz des Patriarchats zu schummeln. Wer dem System an den Kragen will, darf die Strukturen nicht kopieren, sondern muss sie abschaffen.
Luc-Carolin Ziemann

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Kristine Nrecaj, Birthe Templin
Kamera
Alfred Nrecaj
Schnitt
Evelyn Rack
Produktion
Katrin Springer
Ton
Adrian Guri, Arne Herrmann
Sound Design
Anders Wasserfall
Musik
Nico Pavlovic, André Feldhaus, Alfred Nrecaj, Arne Herrmann
Filmvertrieb
Tijana Djukic
Nominiert für: MDR-Filmpreis