Filmarchiv

Retrospektive 2021

Memento

Karlheinz Mund
Jüdische Friedhöfe in Berlin erinnern an Menschen und all jene Orte, an denen sie ausgelöscht wurden. Die antisemitischen Grabschändungen in Ostberlin wollte man auch auslöschen.
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Memento

Memento
Karlheinz Mund
Retrospektive 2021
Dokumentarfilm
DDR
1966
16 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Nach dem Studium an der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg drehte Karlheinz Mund diese dokumentarische Begehung jüdischer Friedhöfe in Berlin. Die Grabsteine bewahren die Namen berühmter und unbekannter Menschen vor dem Vergessen. Sie bewahren ihre Sterbeorte, die zwischen Berühmten und Unbekannten keinen Unterschied machten: Auschwitz, Mauthausen. Als die Westdeutschen Kurzfilmtage Munds Film zu sich einluden, erwirkten die zuständigen Gremien dann doch eine Unterscheidung: Die der westdeutschen Presse entnommenen Bilder von antisemitischen Grabschmierereien durften bleiben, die in Ostberlin gefilmten Aufnahmen gleichen Inhalts mussten für die Kinozulassung in der DDR weichen.
Sylvia Görke

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Regie
Karlheinz Mund
Buch
Karlheinz Mund, Bodo Schulenburg
Kamera
Christian Lehmann, Werner Kohlert
Schnitt
Inge Dochow
Ton
Rolf Rolke, Otto Koch
Sprecher*in
Hilmar Thate, Hans Hardt-Hardtloff
Filmstill Memory Hotel

Memory Hotel

Memory Hotel
Heinrich Sabl
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2024
Animationsfilm
Deutschland,
Frankreich
2024
100 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
1945 rückt die Rote Armee auf deutschem Gebiet vor, der Zweite Weltkrieg nähert sich seinem Ende. Noch immer versuchen Familien, nach Amerika zu entkommen, doch viele Pläne misslingen. Auch die fünfjährige Sophie verliert auf der Flucht Vater und Mutter. Sie werden von Nazioffizier Scharf und einem sowjetischen Soldaten namens Wassili getötet, Hitlerjunge Beckmann ist Zeuge. Das grausame Geschehen ereignet sich in einem äußerst seltsamen Hotel, das diese vier Überlebenden fortan auf bizarre Weise an sich bindet, ganz gleich, in welchen Räumen dieses wahrhaft gruseligen Gebäudes sie sich befinden: Oben in der Lounge, wo nach und nach die neue Kundschaft kommt, unten in der Küche, wo die inzwischen erwachsene Sophie das Essen zubereitet, oder gar in einer Nische nahe des Fahrstuhlschachts, wo sich Beckmann zusammen mit den Ratten versteckt hält. Die unfreiwilligen Dauergäste altern, werden aber nicht müde, um Sophie zu buhlen.
Heinrich Sabl baut der deutsch-sowjetischen Schuld- und Bewältigungsgeschichte ein auf anregende Art verstörendes, mit Realitätszitaten dekoriertes Puppenhaus. In seinem ersten abendfüllenden Animationsfilm, an dem der Regisseur mehr als zwanzig Jahre gearbeitet hat, schickt er außergewöhnliche Figuren auf eine ebenso außergewöhnliche visuell-akustische Zeitreise durch die kriegsbeschädigten Suiten des 20. Jahrhunderts.
Andreas Körner

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Regie
Heinrich Sabl
Buch
Heinrich Sabl
Kamera
Heinrich Sabl
Schnitt
Heinrich Sabl
Produktion
Heinrich Sabl
Ton
Torsten Ratheischak
Sound Design
Heinrich Sabl, Jochen Jezussek, Henry Labs
Musik
Erik Lautenschläger, Thomas Mävers
Animation
Heinrich Sabl, Florence Corre
Funding institution
Annedore Dreger, Thomas Janze
Performer
Steffi Kühnert
Filmstill Men of Salt

Men of Salt

Hombres de sal
Luis Armando Sosa Gil
Internationaler Wettbewerb Kurzfilm 2022
Dokumentarfilm
Mexiko,
USA
2022
14 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Cristobal, ein junger Fischer bei der Arbeit vor dem mexikanischen Hafen Lázaro Cárdenas, teilt seine Erkenntnisse: Fischen sei härter als ein Work-out. Außerdem verbände ihn und das Meer eine sich verschlimmernde Krankheit. Des Nachts nimmt er wahr, was nur vom Boot aus erfasst werden könne: die Chemikalien, die ins Wasser gelangen, den Gestank, das rote Leuchten der Stahlfabrik. „Men of Salt“ kündet von einem Dilemma: Was, wenn man sich mit einem Ökosystem identifiziert, das fortwährend misshandelt wird?
Carolin Weidner

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Regie
Luis Armando Sosa Gil
Buch
Luis Armando Sosa Gil
Kamera
Luis Armando Sosa Gil
Schnitt
Luis Armando Sosa Gil
Produktion
Luis Armando Sosa Gil, Beuukubi Arenas
Ton
Luis Armando Sosa Gil, Carlos Cortés Navarrete, Oscar Victoria, Odin Acosta
Sound Design
Carlos Cortés Navarrete, Oscar Victoria, Odin Acosta
Musik
Jorge Alba
Sprecher*in
Cristobal Ortega
Kids DOK 2022

Meta

Antje Heyn
Der schwarze Kreis wird ein rundes Wesen, wird ein Wal, wird eine Schwimmerin, wird ein kleiner Hirsch. Bunte Formen fließen spielerisch in- und auseinander und verwandeln sich.
Filmstill Meta
Filmstill Meta

Meta

Meta
Antje Heyn
Kids DOK 2022
Animationsfilm
Deutschland
2022
4 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Der schwarze Kreis wird ein rundes Wesen, wird ein Wurm, wird ein Wal, wird eine Schwimmerin, wird ein kleiner Hirsch. Bunte Formen fließen spielerisch in- und auseinander und verwandeln sich. Doch bevor sich einem alles im Kopf zu drehen beginnt, blinzelt der kleine Hirsch und läuft davon. Ein Film, der zeigt, dass alles aus vielen Teilen besteht und wir letztlich alle miteinander verbunden sind.
Lina Dinkla

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Regie
Antje Heyn
Produktion
Antje Heyn
Ton
Moritz Busch
Sound Design
Moritz Busch
Musik
Peer Kleinschmidt
Animation
Alexander Isert, Johanna Hochholzer
Filmvertrieb
Stine Wangler
Sprecher*in
Andreas Euler
Animation Perspectives 2023

Miles Davis: What’s Love Got to Do with It

Irina Rubina
Durch das schwarze Nichts zieht ein farbig leuchtender Fluss. Geometrische Flächen umtanzen wundersame organische Gewächse. Tina Turners Hit in einer betörenden, animierten Jazzversion.
Filmstill Miles Davis: What’s Love Got to Do with It
Filmstill Miles Davis: What’s Love Got to Do with It

Miles Davis: What’s Love Got to Do with It

Miles Davis: What’s Love Got to Do with It
Irina Rubina
Animation Perspectives 2023
Animationsfilm
Deutschland
2022
4 Minuten
Englisch
Durch das schwarze Nichts zieht ein farbig leuchtender Fluss. Geometrische Flächen umtanzen in kleinen Wiederholungsschleifen wundersame organische Gewächse. Die abstrakten Linien, Rechtecke und Halbkreise bilden kurz auflebende Figuren. Tina Turners Klassiker in der musikalischen Interpretation von Miles Davis und der animierten Bildwelt von Irina Rubina und Michelle Brand.
André Eckardt

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Regie
Irina Rubina
Buch
Irina Rubina
Produktion
Irina Rubina
Sound Design
Irina Rubina
Animation
Michelle Brand, Irina Rubina, Lewis Heriz, Anita Gill, Luca Tóth, Veronica Solomon
Retrospektive: Un-American Activities 2025

Millhouse: A White Comedy

Emile de Antonio
Drei Jahre bevor Richard Nixon durch die Watergate-Affäre zu Fall kam, entlarvte de Antonio den Präsidenten mit dieser grausam-komischen Materialmontage als Scharlatan.
Filmstill Millhouse: A White Comedy
Filmstill Millhouse: A White Comedy

Millhouse: A White Comedy

Millhouse: A White Comedy
Emile de Antonio
Retrospektive: Un-American Activities 2025
Dokumentarfilm
USA
1971
92 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Drei Jahre bevor Richard Nixon durch die Watergate-Affäre zu Fall kam, entlarvte de Antonio den Präsidenten mit dieser grausam-komischen Materialmontage als Scharlatan. Aus einem Interview im „Protokoll“ der Leipziger Dokumentarfilmwoche 1972: Frage – „In jedem Ihrer Filme stellen Sie eine amerikanische Hauptinstitution bloß […]. Wen haben Sie sich für ‚Millhouse‘ ausgesucht?“ De Antonios Antwort – „Nichts Geringeres als das traditionelle politische Geschehen in seiner Ganzheit. Der Film ist keineswegs ein nur persönlicher Angriff auf Nixon. Denn um einen politischen Gegner bloßzustellen, reicht es, für ihn einen Saal zu mieten. Der Film attackiert das amerikanische System, die Glaubwürdigkeit dieses Systems, in dem er sich dem perfekten Symbol dieses Systems, dem Präsidenten, zuwendet.“
Tobias Hering, Tilman Schumacher

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Regie
Emile de Antonio
Kamera
Ed Emshwiller, Richard Kletter, Bruce Shaw, Mike Gray, Dan O’Reilly
Schnitt
Mary Lampson
Produktion
Emile de Antonio, Mark Lane
Retrospektive 2023

Mind the Steps!

István Orosz
Einsamkeit und Bedrohung, übersetzt in surreale Bilder, in denen die beklemmende ungarische Lebensrealität im Kommunismus der 1980er Jahre allegorisch auf den Volksaufstand von 1956 trifft.
Filmstill Mind the Steps!
Filmstill Mind the Steps!

Mind the Steps!

Vigyázat, lépcső!
István Orosz
Retrospektive 2023
Animationsfilm
Ungarn
1989
6 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Ein Gefühl der Angst macht sich breit: In einem Wohnhaus folgen die Treppen keiner Logik, Männer verirren sich mit einem Schrank, alle Menschen sind einsam. Die surreale Bedrohung wird plötzlich real, als an der Tür die Sicherheitsbehörden läuten: „Csengőfrász“, das Symbol für die willkürliche Verhaftung vermeintlich staatsfeindlich gesinnter Bürger*innen aus der Zeit des Volksaufstandes in Ungarn.
Katharina Franck, Andreas Kötzing

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Regie
István Orosz
Kamera
Zoltán Bacsó
Schnitt
Magda Hap
DOK Neuland 2024

Minitourism

Jan Grabowski
Die Sphinx, das alte Rom und der Eiffelturm an einem Tag? Der 360°-Film spielt mit unseren Maßstäben und setzt sich mit unseren Ideen der Welterschaffung und der virtuellen Realität auseinander.
2023
Filmstill Minitourism
Filmstill Minitourism

Minitourism

Minituryzm
Jan Grabowski
DOK Neuland 2024
XR
Polen
2023
8 Minuten
Polnisch
Untertitel: 
Englisch
Zur Sphinx, ins alte Rom, zum Eiffelturm – an nur einem Tag! Dieser 360°-Film führt uns in einen Miniaturpark und macht uns mit dessen Baumeister, dem Schöpfer, bekannt. „Minitourism“ irritiert den Sinn für Größenverhältnisse und setzt sich mit Ideen des Weltenbaus sowie Virtual Reality als Medium auseinander. Spielerisch und zugleich kontemplativ kommen wir ins Nachdenken über unsere eigenen Weltkonstruktionen.
Dana Melaver

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Regie
Jan Grabowski
Schnitt
Jan Grabowski
Produktion
Jan Grabowski
Ton
Zuzanna Kofta, Jan Piasecki
Konzept
Jan Grabowski
Key Collaborator
Robert Gadziński, Zofka Kofta
Filmstill Miralles

Miralles

Miralles
Maria Mauti
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm 2024
Dokumentarfilm
Spanien,
Mexiko
2024
90 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Über zwanzig Jahre liegt der Tod des katalanischen Architekten Enric Miralles bereits zurück. Mit seinen Bauten hinterließ er nicht nur in und um Barcelona ikonische Spuren – auch das schottische Parlament in Edinburgh beruht auf seinen Entwürfen. Maria Mauti nähert sich ihrem imposanten Protagonisten auf poetische Weise, in elf Variationen. Sie führen zur Friedhofsanlage Igualada, zu einem Gemeindezentrum in Hostalets de Balenyà, zur Sporthalle in Huesca oder zum Bürowolkenkratzer Torre Marenostrum in Barcelona. Auch das Wohnhaus des Architekten mitsamt seinen offenen und zugleich verwinkelten Zügen erhält einen gewichtigen Platz, wird zu Ausgangsstätte und Epizentrum eines besonderen Geistes.
Mit Sorgfalt tastet Maria Mauti die noch immer belebten Architekturen ab, setzt sie in Szene. So scheint sich in Huesca der Geruch einer verschwitzten Fußballmannschaft mit dem omnipräsenten, kühlen Rohbeton zu mischen, während im futuristischen Gemeindezentrum eine Gruppe spanischer Cowboys und Cowgirls die Lederstiefel schwingt. „Miralles“ kommt, trotz aller Tragik, die sich aus dem jäh abgebrochenen Werk des zu früh Verstorbenen speist, mit einem gewissen Witz daher. Als schwebender Essay, der sich sowohl persönlich als auch theoretisch äußert, entsteht eine Vielschichtigkeit, die selbst an einen Miralles-Entwurf erinnert: luftig und dicht, abrupt und fließend, unbedingt eigensinnig.
Carolin Weidner

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Regie
Maria Mauti
Kamera
Ciro Frank Schiappa
Schnitt
Núria Esquerra
Produktion
Antonio Chavarrías, Alba Bosch
Ton
Eva Valiño, Bernat Fortiana, Leo Dogan, Lucía Herrera
Filmvertrieb
Yvette De los Santos
Nominiert für: Silberne Taube, Preis der Interreligiösen Jury, FIPRESCI Preis
Mehr zum Film
Filmstill Misaligned

Misaligned

Koniunkcja
Marta Magnuska
Internationaler Wettbewerb Kurzfilm 2022
Animationsfilm
Lettland,
Polen
2022
7 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

Eine Fliege rotiert um eine Glühbirne, ein Löffel dreht sich in der Tasse. Hier bewegt sich alles im Kreis. Auch das Leben des Paares. Er schaut aufs Handy, sie macht den Sonnengruß. Selbst ihre Purzelbäume lassen ihn nicht aufschauen. Die minimalistisch gehaltene Schwarz-Weiß-Animation beginnt zu vibrieren. Die Eintönigkeit gerät aus dem Takt. Sie imaginiert ihn als Fliege und jagt ihn. Szenen einer Ehe spiegeln sich in den gelben Augen eines Geckos.

Anke Leweke

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Regie
Marta Magnuska
Buch
Marta Magnuska
Schnitt
Ewa Golis, Marta Magnuska
Produktion
Piotr Szczepanowicz, Grzegorz Wacławek
Co-Produktion
Sabine Andersone
Ton
Michał Fojcik
Animation
Marta Magnuska, Kristīne Zvirbule, Mārtiņš Dūmiņš
Ausgezeichnet mit: Goldene Taube kurzer Animationsfilm (Internationaler Wettbewerb Kurzfilm)
Kids DOK 2020

Mishou

Milen Vitanov
Als ein kleiner Hund mitten in der Eiswüste vergessen wird, kümmern sich vier Schneehasen rüh-rend um ihn. Doch was so ein Hund eigentlich braucht, wissen sie gar nicht genau.
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Mishou

Mishou
Milen Vitanov
Kids DOK 2020
Animationsfilm
Bulgarien,
Deutschland
2020
8 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Irgendwo im ewigen Eis. Weit und breit nur Schnee und angenehme Stille. Bis ein Hubschrauber landet und eine Gruppe von Touristen absetzt. Schnell werden ein paar Fotos geschossen und schon geht es weiter. Die ungebetenen Gäste hinterlassen einen Haufen Müll – und einen kleinen Hund, der auf einmal ganz verloren ist. Vier Schneehasen kümmern sich fortan rührend um ihn.

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Milen Vitanov
Buch
Milen Vitanov, Vera Trajanova
Kamera
Olaf Aue
Produktion
Vesela Kazakova, Milen Vitanov, ZDF
Ton
Michał Krajczok
Musik
Leonard Petersen
Animation Perspectives 2022

Miss Ginkgo (Chapter 1)

Tang Han
Nur weibliche Ginkgobäume bringen Früchte hervor. Mit Infografik, Klangkommentaren und sympathischer Sachlichkeit klärt Tang Han auf – über Botanik und kulturellen Wandel.
Filmstill Miss Ginkgo (Chapter 1)
Filmstill Miss Ginkgo (Chapter 1)

Miss Ginkgo (Chapter 1)

Miss Ginkgo (Chapter 1)
Tang Han
Animation Perspectives 2022
Dokumentarfilm
Deutschland
2021
5 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Ginkgobäume sind in Geschlechter getrennt, nur die weiblichen bringen Früchte hervor. Einst als natürliche Gesundheitsquelle hoch angesehen, stören sich Städter heutzutage an ihrem beißenden Geruch und bevorzugen die gärtnerisch unkomplizierten, wohlriechend „fruchtlosen“ männlichen Gewächse. Mit Infografik, treffend kurzen Klangkommentaren und sympathischer Sachlichkeit klärt Tang Han auf.
André Eckardt

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Tang Han
Buch
Tang Han
Kamera
Tang Han
Schnitt
Tang Han
Produktion
Tang Han
Ton
Tang Han
Deutscher Wettbewerb 2022

Miyama, Kyoto Prefecture

Rainer Komers
In drei Jahrzehnten ist Uwe Walter aus Gelsenkirchen Teil der japanischen Dorfgemeinschaft von Miyama geworden. Die bewegt ihn schließlich, Abschied von der Vergangenheit zu nehmen.
Filmstill Miyama, Kyoto Prefecture
Filmstill Miyama, Kyoto Prefecture

Miyama, Kyoto Prefecture

Miyama, Kyoto Prefecture
Rainer Komers
Deutscher Wettbewerb 2022
Dokumentarfilm
Deutschland,
Japan
2022
97 Minuten
Deutsch,
Japanisch
Untertitel: 
Englisch
Kein anderer Gelsenkirchener dürfte je den Nō-Gesang und das Spiel der Shakuhachi-Flöte so authentisch beherrscht haben wie Uwe Walter. Seit drei Jahrzehnten lebt er im Bergdorf Miyama nördlich von Kyoto und tut es den Ortsansässigen gleich – ob sie ihren Lebensunterhalt nun auf dem Feld, mit der Viehzucht oder der Jagd bestreiten. Man bestellt seinen Garten, repariert Zäune, um Makaken fernzuhalten, und baut den eigenen Reis an. Uwe ist zum perfekten Japaner geworden, eins mit seiner Umgebung.
So sehr er sich auch als Identifikationsfigur eignet mit seinem Ruhrpottwitz – die Kamera hält respektvolle Distanz zu Uwe, zurückhaltender als er selbst. Nur einmal kommt sie ihm rührend nah, wenn er gezwungen ist, sich im Interesse der Dorfgemeinschaft von einem wesentlichen Teil seiner Vergangenheit zu verabschieden. Doch der eigentliche Gegenstand dieses Films ist nicht der graublond gelockte Deutsche, sondern eben jene Gemeinschaft, die Rainer Komers in bittersüßer Vielstimmigkeit porträtiert. Sie entsteht im Spiel der Kinder, in den Verrichtungen der Erwachsenen und den Erzählungen der Alten, in den sommerlichen Wolkenbrüchen der Regenzeit, im weißen Mond über dem nächtlichen Dorf und in den blutrot gefärbten Blättern im Herbst.
Christoph Terhechte

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Rainer Komers
Buch
Gregor Bartsch
Kamera
Rainer Komers
Schnitt
Gregor Bartsch
Produktion
Rainer Komers
Ton
Uwe Walter, Yuki Morimoto, Michel Klöfkorn, Oscar Stiebitz
Musik
Uwe Walter, Yuki Morimoto
Filmvertrieb
Joachim Kühn
Broadcaster
Doris Hepp
Key Collaborator
Hiroko Inoue
Nominiert für: VER.DI Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness
Filmstill Moderat – The Last Days

Moderat – The Last Days

Moderat – The Last Days
Alexandre Powelz, Elisa Mishto
Wettbewerb um den Publikumspreis Kurzfilm 2022
Dokumentarfilm
Deutschland
2022
21 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch

Nach Jahren gemeinsamen Tourens beschließt die Berliner Supergroup „Moderat“ 2017, sich eine (kürzlich beendete) Auszeit zu gönnen. „The Last Days“ porträtiert die drei Protagonisten der „Intelligent Dance Music“ von ihrer menschlichen Seite. Schwarz-weiße Bilder, die um ihre letzte Konzerttournee herum entstanden, dienen als Projektionsfläche für Interviews im Off, in denen Sascha, Szary und Gernot sich gegenseitig beschreiben und dabei tiefe Einblicke in ihre künstlerische Dynamik zulassen.

Hinweis: In diesem Film werden Stroboskopeffekte verwendet.

Christoph Terhechte

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Alexandre Powelz, Elisa Mishto
Kamera
Timon Schäppi, Elisa Mishto
Schnitt
Robert Stuprich
Produktion
Helmut Hartl
Co-Produktion
Elisa Mishto
Ton
Daniel Nentwig
Animation
Florian Sebald
Nominiert für: Gedanken-Aufschluss-Preis
Animation Night 2025

Mona Lisa(モナリザ)

Toshio Matsumoto
Beim ersten Einsatz des Scanimate-Videosynthesizers in Japan nimmt Matsumoto die Mona Lisa mit auf eine Reise durch surreale Landschaften und verwandelt sie in eine schillernd-psychedelische Vision.
Filmstill Mona Lisa(モナリザ)
Filmstill Mona Lisa(モナリザ)

Mona Lisa(モナリザ)

Mona Lisa(モナリザ)
Toshio Matsumoto
Animation Night 2025
Animationsfilm
USA
1973
3 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Mithilfe des Scanimate-Videosynthesizers tritt da Vincis Porträt der Lisa del Giocondo eine surreale Reise durch echte und künstliche Landschaften an. Dabei projiziert Toshio Matsumoto eine Art Fantasiewelt elektronischer Bilder, explodierender Farben und Bewegungen auf sein Subjekt und animiert die Mona Lisa so zu einer schimmernden psychedelischen Vision, die von einem abstrakten elektronischen Soundtrack begleitet wird.
Ben Sassen

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Toshio Matsumoto
Filmstill Money and Happiness

Money and Happiness

Money and Happiness
Ana Nedeljković, Nikola Majdak
Wettbewerb um den Publikumspreis Kurzfilm 2022
Animationsfilm
Serbien,
Slowenien,
Slowakei
2022
10 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Englisch
In Hamsterland sind alle zu 100 Prozent glücklich. Statistik ist die Religion und die perfekte Arbeitskraft ist jung, teamfähig und stressresistent. Selbst die stupidesten Tätigkeiten am Computer und Schufterei im Akkord machen ausnahmslos Spaß. Bis eines Tages doch einmal etwas schiefläuft und die Mantras „Think positive“ und „Follow your dreams“ vorübergehend verstummen. Eine kurzweilige Polemik auf hyperkapitalistische, neoliberale Gesellschaften, die zum Schmunzeln verleitet.
Samuel Döring

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Ana Nedeljković, Nikola Majdak
Kamera
Nikola Majdak
Schnitt
Milina Trisic
Produktion
Jelena Mitrović
Co-Produktion
Tina Smrekar, Peter Badac
Ton
Julij Zornik
Musik
Dusan Petrovich
Animation
Ana Nedeljković, Nikola Majdak, Leon Vidmar
Filmvertrieb
Luce Grosjean
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis