Filmarchiv

Hommage Mila Turajlić 2022

Innocence Unprotected

Dušan Makavejev
Der erste jugoslawische Tonfilm von 1941: neu montiert, ergänzt und verfremdet durch Nazi-Wochenschauen und Aufnahmen von 1968, ironisch vom Spiel- zum Dokumentarfilm transformiert.
Filmstill Innocence Unprotected
Filmstill Innocence Unprotected

Innocence Unprotected

Nevinost bez zaštite
Dušan Makavejev
Hommage Mila Turajlić 2022
Dokumentarfilm
Jugoslawien
1968
75 Minuten
Serbisch,
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
Der Spielfilm „Innocence Unprotected“ von Dragoljub Aleksić erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die mit einem scheußlichen reichen Mann zwangsverheiratet werden soll, während ihre wahre Liebe einem kühnen Akrobaten gilt. Dieser erste Tonfilm Jugoslawiens entstand 1941 im besetzten Belgrad und blieb durch die Zensur der Nazis unveröffentlicht. Dušan Makavejevs Dekonstruktion des skurrilen Werkes, das er 1968 neu montierte, teilweise handkolorierte, um deutsche Wochenschauen und aktuelle Aufnahmen mit den ehemals Mitwirkenden ergänzte und so in einen Dokumentarfilm gleichen Titels verwandelte, erhielt auf der Berlinale einen Silbernen Bären.
Christoph Terhechte

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Regie
Dušan Makavejev
Buch
Branko Perak, Dušan Makavejev
Kamera
Stevan Misković, Branko Perak
Schnitt
Ivanka Vukasović
Produktion
Avala Film Library
Musik
Vojislav Kostić
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2025

Internationale Buchkunst-Ausstellung 1977 [Ausschnitt]

Jan Hempel
Die Tradition Leipzigs als Buchstadt, polygraphische Betriebe, Verlage und nicht zuletzt die IBA und ihr Publikum werden von einem der wenigen privaten Filmemacher eingefangen.
Filmstill Internationale Buchkunst-Ausstellung 1977 [Ausschnitt]
Filmstill Internationale Buchkunst-Ausstellung 1977 [Ausschnitt]

Internationale Buchkunst-Ausstellung 1977 [Ausschnitt]

Internationale Buchkunst-Ausstellung 1977 [Ausschnitt]
Jan Hempel
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2025
Dokumentarfilm
DDR
1977
7 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Nach Querelen mit der DEFA etablierte der sorbische Trick- und Dokumentarfilmer Jan Hempel das unabhängige Studio IWT-Film in Dresden. Im Auftrag des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler entstand dort diese Impression von der Internationalen Buchkunst-Ausstellung 1977. Unter Verweis auf die jahrhundertealte Tradition Leipzigs als Buchstadt werden polygrafische Betriebe, Verlage und nicht zuletzt die IBA selbst vorgestellt.
Thekla Kluttig, Meike Weimann

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Regie
Jan Hempel
Buch
Jan Hempel, Hans Baier
Kamera
Rolf Enseleit
Schnitt
Jürgen Hempel
Produktion
IWT-Film
Musik
Manfred Pieper
Hommage: Punto y Raya 2025

Intersextion

Richard Reeves
Auf mit Kratzwerkzeugen und Farben bearbeiteten Filmstreifen verfallen zwei abstrakte Formenwesen einander in der Dunkelheit. Sie kommen zusammen und entschwinden gemeinsam in die Ferne.
Filmstill Intersextion
Filmstill Intersextion

Intersextion

Intersextion
Richard Reeves
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
Kanada
2022
5 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Als wunderschön und zeitlos präsentiert sich auch hier die Technik der direkten Bearbeitung eines Filmstreifens mit Kratzwerkzeugen und Farben. Der Sound, der durch analoge Eingriffe in die Lichttonspur des Filmmaterials entsteht, ist charmant, keck und organisch. Zwei abstrakte Formwesen verfallen einander in der Dunkelheit. Sie kommen zusammen und entschwinden gemeinsam in die Ferne.
Franka Sachse

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Regie
Richard Reeves
Animation Perspectives 2020

Into Into

Aaron Jablonski
Bei einem Streifzug durch den Wald durchbrechen Videofarbsäume die Schatten des Blätterdachs. Halluzinogene Datenfehler ziehen wie Rakel über eine verworfene Malschicht.
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Into Into

Into Into
Aaron Jablonski
Animation Perspectives 2020
Animationsfilm
Deutschland
2016
2 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Bei einem Streifzug durch den Wald durchbrechen Videofarbsäume die Schatten des Blätterdachs. Wettergrollen und Vogelzwitschern breiten sich intensiv rot als Pixelmoosteppich aus. Aus der Ferne schleichen sich Ambient-Klänge heran und filtern die Bildwelt. Halluzinogene Datenfehler ziehen wie Rakel über eine verworfene Malschicht. Der Wald wird zu einer Kathedrale für Augen und Ohren.
André Eckardt

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Regie
Aaron Jablonski
Animation
Aaron Jablonski
VFX Artist
Aaron Jablonski
Kids DOK 2023

Into the Blue

Ömer Sami
In Dänemark bietet die Polizei freiwillige Bootcamps für Mädchen an. Die 12-jährige Tatheer aus Kopenhagen nimmt teil. Weit weg von zu Hause ist sie am Ende ein paar Zentimeter gewachsen.
Filmstill Into the Blue
Filmstill Into the Blue

Into the Blue

I det blå
Ömer Sami
Kids DOK 2023
Dokumentarfilm
Dänemark
2022
28 Minuten
Dänisch
Untertitel: 
deutsche Untertitel für Menschen mit eingeschränkter Hörfähigkeit
In Dänemark bietet die Polizei regelmäßig sogenannte Bootcamps an, um Nachwuchs zu finden. Vor allem Mädchen aus weniger privilegierten Verhältnissen werden angeworben. Die 12-jährige Tatheer aus Kopenhagen nimmt an solch einem einwöchigen Kurs teil. Weit weg von zu Hause, tief in den Wäldern muss sie sich in dieser neuen Gruppe zurechtfinden, um am Ende ein paar Zentimeter gewachsen zu sein.
Lina Dinkla

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Regie
Ömer Sami
Kamera
Roxana Reiss
Schnitt
Laura Skiöld Østerud
Produktion
Alma Dyekjær Giese
Ton
Nanna Buch
Sound Design
Nanna Buch
Musik
Philip Owusu
Filmstill Intro

Intro

Intro
Anne Isensee
Deutscher Wettbewerb Kurzfilm 2022
Animationsfilm
Deutschland
2022
8 Minuten
Englisch,
englische Titel
Untertitel: 
Englisch
Was heißt es, einen Animationsfilm auch für Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit zugänglich zu machen? Kann eine Audiodeskription vermitteln, was auf der Bildebene passiert und, gerade beim Animationsfilm, oft ganz und gar der Fantasie entsprungen ist? Anne Isensee (Goldene Taube für „Megatrick“, 2017) widmet sich diesen komplexen Fragen mit viel Leichtigkeit, Humor und Wortwitz. Ihr gelingt eine konzentrierte filmische Untersuchung der Vielschichtigkeit von (jeder) Wahrnehmung.
Luc-Carolin Ziemann

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Regie
Anne Isensee
Buch
Anne Isensee
Schnitt
Anne Isensee
Produktion
Anne Isensee
Ton
Irma Heinig
Sound Design
Irma Heinig
Musik
Franziska May
Animation
Anne Isensee, Sonja Rohleder
Filmvertrieb
Cord Dueppe
Funding institution
FFA Filmförderungsanstalt
Sprecher*in
Orit Nahmias
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Animation Perspectives 2023

Intro

Anne Isensee
Kann ein Animationsfilm in Worte übersetzt werden, ohne die Komplexität des Visuellen zu beschneiden? Eine humorvolle und pointierte Untersuchung zum Thema Audiodeskription.
Filmstill Intro
Filmstill Intro

Intro

Intro
Anne Isensee
Animation Perspectives 2023
Animationsfilm
Deutschland
2022
8 Minuten
Englisch,
englische Titel
Untertitel: 
Englisch
Eine großstädtische Straßenkreuzung: Viele Dinge passieren, nacheinander, gleichzeitig und manchmal unerklärlich. Selbst in zeichenhaft verknappten Animationsbildern gibt es an diesem Ort immer noch viel zu entdecken. Eine Sprecherin beschreibt das Geschehen für Menschen mit Sehbehinderung in Worten. Sie stellt aber zunehmend die Sinnhaftigkeit des Gesehenen und dessen Übersetzbarkeit infrage.
André Eckardt

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Regie
Anne Isensee
Buch
Anne Isensee
Schnitt
Anne Isensee
Produktion
Anne Isensee
Ton
Irma Heinig
Sound Design
Irma Heinig
Musik
Franziska May
Animation
Anne Isensee, Sonja Rohleder
Filmvertrieb
Cord Dueppe
Funding institution
FFA Filmförderungsanstalt
Sprecher*in
Orit Nahmias
Filmstill Iota Period Omega

Iota Period Omega

Giota Teleia Omega
Alexis Alexiou
Internationaler Wettbewerb Kurzfilm 2022
Dokumentarfilm
Griechenland
2022
13 Minuten
Griechisch
Untertitel: 
Englisch
Flugzeuge in allen Größen, Jahrmärkte, Leuchtreklamen, protestierende Menschen, sich amüsierende Männer, Frauen und Kinder, wüstenähnliche Landschaften, städtische Ansichten – die flirrenden 8mm-Bilder entwickeln einen eigentümlichen Sog. Sie kommen aus unserer Gegenwart, wirken dennoch seltsam weit weg, vergangen. Es handelt sich um das visuelle Tagebuch von I.O, einem Mädchen, das in einem zukünftigen Überwachungsstaat lebt und sich an die Welt vor dem Klimawandel erinnert.
Anke Leweke

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Regie
Alexis Alexiou
Buch
Aspasia Lykourgioti, Alexis Alexiou
Kamera
Alexis Alexiou
Schnitt
Lambis Haralambidis
Produktion
Afroditi Nikolaidou
Ton
Manolis Manousakis
Musik
Yannis Veslemes
Sprecher*in
Sofia Kokkali
Wettbewerb Publikumspreis Kurzfilm 2020

It’s All the Salt’s Fault

María Cristina Pérez
Bild für Bild blättert sich eine Tochter durch das Familienalbum: Eltern, Geschwister, Feiern, Ausflüge. Das Salz, das Gift hinter der Normalität schmeckt man in ihren Kommentaren.
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It’s All the Salt’s Fault

Todo es culpa de la sal
María Cristina Pérez
Wettbewerb um den Publikumspreis Kurzfilm 2020
Animationsfilm
Kolumbien
2020
10 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch

Klick, Bildwechsel, klick, Bildwechsel. Die Erzählerin stellt ihre Familie in Schnappschüssen vor: der Vater in jung, die im Sessel posierende Mutter, Geschwister, Geburtstage, Ausflüge, das Übliche. Doch in die albumhaft aufgeblätterte Normalität kommt durch die Kommentare der zurückblickenden Tochter etwas hintergründig Versalzenes, vielleicht sogar Vergiftetes. Winzige Kränkungen häufen sich zu Traurigkeit. Da tut es (fast) nichts zur Sache, dass hier von einer Faultierfamilie die Rede ist.

Sylvia Görke

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
María Cristina Pérez
Buch
María Cristina Pérez
Schnitt
Mauricio Cuervo
Produktion
Mauricio Cuervo
Ton
Daniel Jones Cozzarelli
Musik
Daniel Jones Cozzarelli
Animation
María Cristina Pérez
Sprecher*in
Sara Isabella Martínez Rey
Filmstill It’s Just a Whole

It’s Just a Whole

It’s Just a Whole
Bianca Scali
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2023
Animationsfilm
Deutschland
2023
10 Minuten
Französisch,
Deutsch,
Englisch
Untertitel: 
Englisch
In einem steril-weißen Untersuchungsraum wird eine junge Frau von einer Ärztin aufgefordert, sich komplett zu entkleiden. Eine ausgiebige Untersuchung der Haut der Protagonistin beginnt, bei der jeder Zentimeter, die Handfläche, die Fußsohle, die Rückenpartie und auch der Genitalbereich genauestens unter die Lupe genommen wird. Mit Akribie dringt die Ärztin in jeden Winkel der äußeren Hülle der jungen Frau vor, bis sie ein verdächtiges Muttermal identifizieren kann. Ein zeitnaher Termin für die Entfernung des Leberflecks wird vorgegeben.

Entblößt und irritiert sieht sich die Protagonistin mit ihren Ängsten bezüglich des Eingriffes und den Nachwirkungen der Untersuchung konfrontiert. Ein winziges Muttermal bringt einen inneren Prozess in Gang: eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und der Kontrolle, die andere darüber haben dürfen. Fragile Linien auf vernarbtem Papier und eine tonale Gestaltung, die Gänsehaut erzeugt, lassen uns intensiv an ihrem emotionalen Empfinden teilhaben.
Franka Sachse

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Bianca Scali
Kamera
Markus Ott
Schnitt
Revan Sarikaya
Produktion
Paulina Larson
Sound Design
Vincent Egerter
Musik
Demian Martin
Animation
Bianca Scali, Shadab Shayegan
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Beyond Animation 2023

It’s Raining Frogs Outside

Maria Estela Paiso
Die Natur ist aus den Fugen. Es regnet Frösche. Eine junge Frau ist zurück im Haus ihrer Kindheit, fühlt sich aber nicht mehr zu Hause. Die Einsamkeit wird zur körperlichen Alptraumerfahrung.
Filmstill It’s Raining Frogs Outside
Filmstill It’s Raining Frogs Outside

It’s Raining Frogs Outside

Ampangabagat nin talakba ha likol
Maria Estela Paiso
Beyond Animation 2023
Animationsfilm
Philippinen
2021
14 Minuten
Philippinisch
Untertitel: 
Englisch
Die Natur ist aus den Fugen. Es regnet Frösche vom Himmel. Eine junge Frau ist zurück im Haus ihrer Kindheit, fühlt sich aber nicht mehr zu Hause. Die Einsamkeit auf wenigen Quadratmetern führt sie in einen Dämmerzustand. Die Seelenqual entlädt sich in Alpträumen, die auf ihrem Körper Spuren hinterlassen. Die Vergangenheit zerrt an ihr, Insekten ergreifen von ihr Besitz, die Körperhülle löst sich auf.
André Eckardt

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Maria Estela Paiso
Buch
Maria Estela Paiso
Kamera
Eric Bico
Schnitt
Maria Estela Paiso
Produktion
Gale Osorio
Sound Design
Yügen Bei Bei, Lawrence S. Ang
Musik
Alyana Cabral
Hommage: Isabel Herguera 2024

The Illustrated Woman

Isabel Herguera
Der animierte Kurzfilm dokumentiert einen Workshop mit Henna-Künstlerinnen. Während ihrer Arbeit erzählen sie Isabel Herguera von ihren Träumen: vom Fliegen oder von einem Frauenparlament.
Filmstill The Illustrated Woman
Filmstill The Illustrated Woman

The Illustrated Woman

La mujer ilustrada
Isabel Herguera
Hommage: Isabel Herguera 2024
Animationsfilm
Spanien
2023
9 Minuten
Spanisch,
Bengali
Untertitel: 
Englisch
Dieser animierte Kurzfilm dokumentiert einen Workshop mit Mehndi-Künstlerinnen in Ahmedabad. Während die Frauen gemeinsam fantastische Formen mit Hennafarben entstehen lassen, erzählen sie ihrer Tutorin Isabel Herguera, wovon sie träumen: vom Fliegen zum Beispiel, von einem Frauenparlament, von einer Reise in die Schweiz. Samira sehnt sich nach Unabhängigkeit – und verschafft sich Gehör mit einem Rap.
Franka Sachse

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Isabel Herguera
Buch
Isabel Herguera, Gianmarco Serra
Schnitt
Gianmarco Serra
Produktion
Diego Herguera
Sound Design
Gianmarco Serra
Hommage: Punto y Raya 2025

The Immortality of the Crab

Giacomo Manzotti
Eine filmische Tagträumerei aus Wellpappe und Farbe, aufgenommen mit einer Super 8 Kamera. Die Tonlandschaft sowie die Formen, Farben und Bildübergänge bewegen sich zwischen hart und zart. 
Filmstill The Immortality of the Crab
Filmstill The Immortality of the Crab

The Immortality of the Crab

The Immortality of the Crab
Giacomo Manzotti
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
Italien
2019
3 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Eine filmische Tagträumerei aus Wellpappe und Farbe, aufgenommen mit einer Super8-Kamera. Die Tonlandschaft besteht aus manchmal federleicht, manchmal nur mit letzter Kraft zu erklimmenden Hügeln. Zwischen hart und zart bewegen sich auch Formen, Kolorit, Bildübergänge und Rhythmen dieser Begegnung mit dem Papier, welche sowohl auf visueller als auch auf tonaler Ebene erfahrbar gemacht wird.
Franka Sachse

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Giacomo Manzotti
Filmstill The In-The-Head Film

The In-The-Head Film

The In-The-Head Film
Konstantin von Sichart
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2025
Animationsfilm
Deutschland
2025
11 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
Großvaters töpfernde Hände, die vertikale Linearität eines Turmes, ein Zug, der in ein Auto rast – alles fragile, neugeborene Filmskizzen, die einander verdrängen in einem Überlebensspiel um die Aufmerksamkeit des Filmemachers. Diese Szenerien kämpfen gegeneinander, verweben sich zu neuen Strängen, versinken in endloser Informationsflut, zerbrechen in einem Meer geöffneter Browser-Tabs. Das Alter Ego des Regisseurs Konstantin von Sichart gewährt uns mit seinem authentischen Voiceover und seiner fesselnden Sammlung an Bewegtbildern einen tiefen Einblick in seinen kreativen Prozess. Von seiner Neurodivergenz geprägt, lernt er vor unseren Augen mit der eigenen Unfähigkeit, sich auf eins zu konzentrieren, umzugehen – und einen Sinn aus diesen Strömungen zu flechten, seiner Filmidee treu zu bleiben. Doch wie kann daraus überhaupt je ein Film entstehen?
Giftig-bunte Bilder, naiv gezeichnet und fein ausgearbeitet, KI-generiert, vom Monitor abgefilmt, collagiert, nachbearbeitet – die Fülle der Werkzeuge und ästhetischen Ansätze übersetzt die beschriebene Überforderung in die Sprache der Gestaltung. So wird der Film mehr als Selbstreflexion des modernen Filmemachens: Er ist das Porträt einer neuen Generation – gefangen zwischen dem Zwang, alles mitzubekommen und sich zu allem zu positionieren, und dem Drang, innezuhalten oder gar davonzulaufen.
Irina Rubina

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Konstantin von Sichart
Buch
Konstantin von Sichart
Kamera
Konstantin von Sichart
Schnitt
Henrique Cartaxo, Konstantin von Sichart
Produktion
Konstantin von Sichart
Sound Design
Konstantin von Sichart
Musik
Konstantin von Sichart, Joseph Varschen
Animation
Konstantin von Sichart
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Re-Visionen 2020

The Institute of the Dream

Mati Kütt
Der große Sandmann betört seine Klientel mit Schlummerkörnern, während emsige Helferlein Kissen aufschütteln, damit alle, die vom Schlaf befallen werden, auch weich gebettet sind.
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The Institute of the Dream

Une instituut
Mati Kütt
Re-Visionen 2020
Animationsfilm
Estland
2006
11 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Der Tag geht zur Neige und die Welt ist erschöpft. Die Stunde des großen Sandmanns hat geschlagen. Er betört seine Klientel mit Schlummerkörnern, während emsige Helferlein Kissen aufschütteln, damit alle, die vom Schlaf befallen werden, auch weich gebettet sind. Irgendwann spürt dann vielleicht ein jeder Mensch, dass es mehr Ding’ zwischen Nacht und Tag gibt, als unsere Schulweisheit sich träumt.
Ralph Eue

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Mati Kütt
Buch
Mati Kütt
Kamera
Urmas Jõemees
Schnitt
Mati Kütt, Urmas Jõemees
Produktion
Nukufilm
Ton
Horret Kuus
Musik
Andres Tenusaar
Animation
Märt Kivi
Internationaler Wettbewerb 2022

The Invisible Frontier

Mariana Flores Villalba
Auf einer paradiesischen Pazifikinsel schieben mexikanische Armeeangehörige Dienst. Keine Vorkommnisse. Dennoch können sie die gewaltsame Realität ihres Landes nicht vergessen.
Filmstill The Invisible Frontier
Filmstill The Invisible Frontier

The Invisible Frontier

La frontera invisible
Mariana Flores Villalba
Internationaler Wettbewerb 2022
Dokumentarfilm
Mexiko
2022
84 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Auf einer unbewohnten Insel vor der mexikanischen Pazifikküste schieben Armeeangehörige ihren ereignislosen Dienst. Der Film beobachtet sie beim Training und bei alltäglichen Verrichtungen, vor allem aber in den Pausen, die sie mit Brettspielen unter schattigen Bäumen, in der Hängematte, beim Schwimmen, Drachensteigen oder mit Karaoke verbringen. Die friedvolle Umgebung täuscht jedoch nicht über die gewaltsame Realität ihres Landes hinweg, der sie sich auch hier draußen unentwegt stellen müssen.
In der paradiesisch erscheinenden Insellandschaft ist der von Bandenkämpfen geprägte Alltag, dem die jungen Männer und Frauen auf unbestimmte Zeit entrinnen, nur vermittels metaphorischer Bilder zu sehen – wenn etwa der stille Ozean sich stürmisch aufbäumt, oder wenn ein am Strand gefangener Oktopus mit bloßen Händen geschlachtet wird. In den Gesprächen, den Selbstzeugnissen der Militärs aber kreist alles um die Wirklichkeit, in der sie aufgewachsen sind: den kurzen Moment, in dem sich bestimmt, auf welcher Seite man steht, das ständige Versteckspiel, die Sippenhaft, die grausamen Konsequenzen falscher Entscheidungen. In ihrem von der Spannung zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren getragenen ersten langen Dokumentarfilm hat Mariana Flores Villalba klug entschieden, nicht das Ereignis zu zeigen, sondern seine Wirkung.
Christoph Terhechte

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Mariana Flores Villalba
Kamera
Claudia Becerril Bulos
Schnitt
Astrid Rondero, Mariana Flores Villalba
Produktion
Carlos Hernández, Gabriela Gavica Marrufo
Co-Produktion
Centro de Capacitación Cinematográfica, A.C., Imcine Foprocine
Ton
Eduardo Hernández, Israel Hernández, Adriá Campany, José Luis “Checho” Bravo
Musik
Federico Schmucler
Nominiert für: Preis der Interreligiösen Jury, FIPRESCI Preis